Arbeitsaufgaben im Wandel

Untersuchung von Veränderungen im Projekt AWA

Projekt AWA

Wie verändert die Digitalisierung typische Aufgaben und Berufe in der Metall- und Elektroindustrie? Was müssen Unternehmen beachten, wenn sie eine neue Technologie oder eine digitale Assistenz einführen möchten? Was sind die Erfolgsfaktoren und wo liegen typische Stolperfallen?

Im Rahmen des Projekts »AWA — Arbeitsaufgaben im Wandel« werden diese Fragen anhand konkreter Anwendungsbeispiele beantwortet. Das Ziel ist es, herauszustellen wie sich die Tätigkeiten der Beschäftigten verändert haben und welche Auswirkungen das auf die erforderlichen Kompetenzen sowie die Anforderungs- und Belastungsmerkmale hat.

  • Was wir tun

    Basis der Erhebung bilden die Technologiekarten des ifaa, in denen ausgewählte Technologien und ihre betriebliche Anwendung kurz und prägnant dargestellt werden. Das Ziel ist es, mittels leitfadengestützter Experteninterviews konkrete Anwendungsbeispiele aus der Industrie zu erheben, die anschließend den genannten Technologiekarten zugeordnet werden.

  • Warum mitmachen?

    Die Ergebnisse der erhobenen Anwendungsbeispiele werden dem Teilnehmerkreis exklusiv zur Verfügung gestellt. Sie zeigen, welche Erfahrungen andere Unternehmen bei der Einführung von Digitalisierungsmaßnahmen gemacht haben, wie sich die Einführung auf die Tätigkeiten ausgewirkt hat und geben Hinweise zur erfolgreichen Ausgestaltung. Lernen Sie von den Erfahrungen anderer!

  • Wer kann mitmachen?

    Alle Unternehmen, die in (Pilot-)Bereichen digitale Hilfsmittel nutzen und Interesse an einer Evaluierung ihrer bisherigen Aktivitäten haben, können am Projekt teilnehmen. Die Unternehmensgröße ist dabei nicht relevant. Interviewpartner sollten die Projektverantwortlichen und ggf. Stellenplatzinhaber sein. Die Fragen lassen wir Ihnen gerne im Vorfeld zukommen.

  • Der Prozess

    Die Erhebung der Anwendungsfälle erfolgt durch ein ca. einstündiges Interview — idealerweise verbunden mit einer Besichtigung des entsprechenden Arbeitsbereichs.

    Das Projekt hat im Sommer 2019 mit der Durchführung der ersten Interviews gestartet und soll auch im Jahr 2020 fortgeführt werden. Neue Anwendungsbeispiele werden sukzessive ergänzt.

  • Aktuell gesucht wird:

    Anwendungsbeispiel für den 3D-Scan

  • Jetzt neu in der Datenbank:

    Anwendungsbeispiel zum Einsatz von RPA in der Auftragssteuerung

  • Aktuell gesucht wird:

    Anwendungsbeispiel zum Einsatz künstlicher Intelligenz und lernender Systeme

  • Jetzt neu in der Datenbank:

    Anwendungsbeispiel für den Einsatz eines Digitalen Zwillings in der Produktion

  • Aktuell gesucht wird:

    Anwendungsbeispiel für den Einsatz von Exoskeletten

  • Jetzt neu in der Datenbank:

    Anwendungsbeispiel für Mensch-Roboter-Kollaboration

Hier geht's zu den Anwendungsbeispielen (geschützter Bereich).

Ihre Ansprechpartner

Amelia Koczy M. Sc.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Telefon: +49 211 542263-12
Telefax: +49 211 542263-37

Dr. phil.
Catharina Stahn

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Telefon: +49 211 542263-31
Telefax: +49 211 542263-37

Dipl.-Arb.-Wiss.
Veit Hartmann M. A.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon: +49 211 542263-27
Telefax: +49 211 542263-37

Publikationen

  • Hartmann V, Koczy A, Stahn C (2020). Arbeitsaufgaben im Wandel. Betriebspraxis & Arbeitsforschung (238):11–15

    Zuordnung der Publikation: AWA, Arbeitswelt der Zukunft, Veit Hartmann, Amelia Koczy, Catharina Stahn
  • Koczy A, Stahn C, Hartmann V (2020) Untersuchung der Veränderung von Kompetenzanforderungen durch Assistenzsysteme im Projekt AWA. In: GfA (Hrsg) Digitale Arbeit, digitaler Wandel, digitaler Mensch? Bericht zum 66. Kongress der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft vom 16. – 18. März 2020. ISBN 978-3-936804-27-0, GfA-Press, Dortmund, Beitrag A.15.3

    Abstract

    Der Einsatz sowohl informatorischer als auch physischer Assistenzsysteme in der Produktion sowie in produktionsnahen Bereichen verändert die Arbeit der Beschäftigten. Die Veränderung der Tätigkeiten führt zu der Frage, ob und wenn ja, welche Auswirkungen dies auf die Arbeitsanforderungen hat und welche Maßnahmen ggf. zu ergreifen sind, um die Mitarbeiter zu befähigen, diese Systeme im Betrieb anzuwenden. Im Projekt AWA werden anhand von Experteninterviews unterschiedliche Anwendungen solcher Systeme erhoben und die Auswirkungen der Einführung auf Organisation und Beschäftigte untersucht. Eine Zwischenauswertung der bisher erhobenen Anwendungsbeispiele zeigt, dass insbesondere Nebentätigkeiten reduziert werden konnten und die Beschäftigten einen höheren Anteil ihrer Arbeitszeit wertschöpfenden Tätigkeiten widmen. Die fachlichen Anforderungen sind teilweise aufgrund der Unterstützung gesunken, größtenteils wurde jedoch keine Veränderung festgestellt. Darüber hinaus gilt der Einbezug der späteren Nutzer der Systeme bei der Konzeption und Ausgestaltung als wesentlicher Erfolgsfaktor für die spätere Akzeptanz.

    Zuordnung der Publikation: AWA, Arbeitswelt der Zukunft, Digitalisierung/Industrie 4.0, Veit Hartmann, Amelia Koczy, Catharina Stahn, Digitalisierung, Arbeitswelt der Zukunft, Kompetenzanforderung, Stellenbewertung, Assistenzsystem, Arbeitsaufgabe
  • Stahn C, Koczy A (2020) Das Projekt AWA Arbeitsaufgaben im Wandel. Arbeit und Arbeitsrecht 75(4):234–236

    Abstract

    Wie verändert der verstärkte Einzug digitaler Technologien unsere Arbeitswelt? Dieser Fragestellung wird im Projekt AWA – Arbeitsaufgaben im Wandel – nachgegangen, das vom ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. durchgeführt wird. Es bedarf neben Aufklärung vor allem konkreter Handlungsanweisungen für die Praktiker.

    Zuordnung der Publikation: AWA, Arbeitswelt der Zukunft, Amelia Koczy, Catharina Stahn
  • Stahn C, Koczy A, Hartmann V (2020) Projekt AWA – Arbeitsaufgaben im Wandel Schwerpunkt Arbeits- und Gesundheitsschutz. In: GfA (Hrsg) Digitale Arbeit, digitaler Wandel, digitaler Mensch? Bericht zum 66. Kongress der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft vom 16. – 18. März 2020. ISBN 978-3-936804-27-0, GfA-Press, Dortmund, Beitrag A.3.6

    Abstract

    Der verstärkte Einzug digitaler Technologien und 4.0-Prozesse führt zu einer Veränderung unserer bisherigen Arbeitsweise (Janda & Guhlemann 2019). Konkret kann zum Beispiel die Nutzung von Assistenzsystemen sowohl bei energetischen (Terstegen & Sandrock 2018) als auch informatorischen (Apt et al. 2018) Tätigkeiten unterstützen. Darüber hinaus ermöglichen digitale Technologien und die Verbesserung der technischen Infrastruktur orts- und zeitflexibles Arbeiten, das einen wichtigen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben leistet. Die mit der Digitalisierung einhergehenden geänderten Arbeitsformen und Rahmenbedingungen können auf der anderen Seite neue bzw. veränderte Belastungsfaktoren mit sich bringen. Diese gilt es im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu erfassen und hinsichtlich ihres Gefährdungspotenzials zu bewerten. Im Rahmen des Projekts AWA – Arbeitsaufgaben im Wandel – werden anhand von leitfadengestützten Interviews Aussagen darüber abgeleitet, welche Veränderungen sich hinsichtlich Qualifikation, Kompetenz und Belastung bei und nach der Ein-führung von Technologieanwendungen ergeben haben. Erste Ergebnisse, die den Schwerpunkt Arbeits- und Gesundheitsschutz betreffen, werden im vorliegenden Artikel beschrieben.

    Zuordnung der Publikation: AWA, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Digitalisierung/Industrie 4.0, Veit Hartmann, Amelia Koczy, Catharina Stahn, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Digitalisierung, neue Technologien, Belastung, demografischer Wandel, Arbeitsaufgabe