
Monotonie
Monotonie als beeinträchtigende Folge psychischer Belastung und Beanspruchung bezeichnet einen Zustand, der durch eintönige, gleichförmige und wenig anregende Tätigkeiten entstehen kann. Sie ist eine spezifische Folge psychischer Belastung und Beanspruchung, die insbesondere dann auftritt, wenn über längere Zeiträume hinweg wenig Abwechslung, geringe geistige Anforderung und ein niedriges Aktivierungsniveau vorherrschen. Typische Merkmale des das Monotonieerleben fördernde Tätigkeiten sind wiederholende Abläufe oder Tätigkeiten, gleichbleibende Umgebungsreize sowie geringe Anforderungen an das Planungs- und Denkvermögen.
Monotonie führt oft zu einem Zustand verminderter Wachsamkeit, reduzierter Aufmerksamkeit und sinkender Leistungsfähigkeit. Betroffene Personen berichten häufig über Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Langeweile und ein Gefühl innerer Leere. In sicherheitsrelevanten Arbeitsfeldern, wie z. B. in der Überwachungstätigkeit, im Kontrollraum oder bei Fließbandarbeit, birgt Monotonie zudem ein erhöhtes Unfallrisiko, da die Fähigkeit zur schnellen Reaktion abnimmt.
Zur Vermeidung und Reduktion von Monotonie in der Arbeitswelt werden Maßnahmen wie Aufgabenvariation, Job-Rotation, kurze Pausen, soziale Interaktion oder die gezielte Gestaltung des Arbeitsumfelds empfohlen. Auch eine angemessene Arbeitsstrukturierung und sinnstiftende Tätigkeiten können helfen, das Risiko von Monotonieerleben zu verringern.
Ihr Ansprechpartner

Dr. rer. pol.
Stephan Sandrock
Leitung Fachbereich Arbeits- und Leistungsfähigkeit
Telefon: +49 211 542263-33
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