ifaa - größte Studie zum Thema Schichtarbeit zeigt: Gesunde Schichtarbeit ist planbar

"Unsere Studie belegt: Schichtarbeit kann gesund und flexibel gestaltet werden. Ebenfalls nachgewiesen: Familien- oder Freizeit am Wochenende ist in 96 Prozent der Pläne planbar – entgegengesetzt zum öffentlichen Bild der Schichtarbeit,“ so Dr. Ufuk Altun, wissenschaftlicher Experte und Mitinitiator der Studie. „Es gibt auf betrieblicher Ebene viele Möglichkeiten, die jeweiligen betrieblichen Anforderungen mit den Wünschen und Bedarfen der Beschäftigten in Einklang zu bringen und optimal aufeinander abzustimmen.“ Die Studie ist unter dem kostenlosen Link einsehbar: https://www.arbeitswissenschaft.net/Studie_Schichtplan_2019

Düsseldorf, 26.09.2019

Die Studie hat rund 720 Schichtpläne aus der Metall- und Elektroindustrie hinsichtlich der Berücksichtigung gesundheitsrelevanter Kriterien untersucht und ausgewertet. „Damit ist die ifaa-Studie eine der umfassendsten Schichtplananalysen in Deutschland,“ so Altun.

Schichtarbeit wird in der Öffentlichkeit und in der politischen Diskussion oft negativ dargestellt. Die Ergebnisse der Studie zeichnen ein differenziertes Bild: insgesamt ist der 8-Stunden-Tag die Regel. „Bei nur 1,5 Prozent beträgt die Arbeitszeit über 9 Stunden, also verschwindet gering,“ so der Experte.

Ein wichtiges Kriterium für gesunde Schichtpläne ist die Anzahl der Nachtschichten in Folge. Die Mehrzahl der Pläne begrenzt diese Zahl auf 2 bzw. 3 Schichten hintereinander. „Rund 75 Prozent der Schichtpläne sehen nach Nachtschichten mindestens 2 oder 3 freie Tage vor,“ ergänzt der Wissenschaftler. Somit sind freie Wochenenden trotz Schichtarbeit planbar. Planbare und freie Wochenenden finden sich bei 96 Prozent der Modelle. „Diese Freizeitblöcke ermöglichen Erholung, körperliche und seelische Entspannung und eine Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben,“ fasst Altun zusammen.

Viele Betriebe der Metall- und Elektroindustrie setzen bereits arbeitswissenschaftliche Kriterien erfolgreich um. Allerdings stellt die Analyse auch fest, dass in den Betrieben noch nicht jedes Flexibilitätspotenzial erschöpft ist.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie bei Christine Molketin (c.molketin(at)ifaa-mail.de / 0211 542263-26). Gerne vermitteln wir ein Interview mit unseren Experten.

 

 

 

 

 

  • Deckblatt der ifaa-Broschüre: Auswertung von Schichtmodellen nach arbeitswissenschaftlichen Kriterien.ifaa-Broschüre: Auswertung von Schichtmodellen nach arbeitswissenschaftlichen Kriterien. Deckblatt

    Deckblatt der ifaa-Broschüre: Auswertung von Schichtmodellen nach arbeitswissenschaftlichen Kriterien.

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Christine Molketin Mitarbeiterin Administration Public Relations Services ifaa

Christine Molketin M.A.

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: +49 211 542263-26