Generative Künstliche Intelligenz ist mehr als nur ChatGPT – Chancen, Herausforderungen und Anwendungen

Um ChatGPT & Co. kommt niemand mehr herum. Wer sich einen schnellen Überblick über das Thema verschaffen möchte, liest am besten den neuen ifaa-Faktencheck „Zahlen Daten Fakten: Generative Künstliche Intelligenz“. Der Faktencheck bietet einen schnellen Einstieg. Es wird erläutert, was Generative KI ist und wie sie funktioniert. Der Faktencheck beleuchtet Anwendungsbereiche und Potenziale in verschiedenen Branchen. Gleichzeitig werden Herausforderungen und Risiken, wie zum Beispiel Qualitätsprobleme und ethische Bedenken, nicht verschwiegen, um ein ausgewogenes Bild dieser transformativen Technologie zu zeichnen. https://www.arbeitswissenschaft.net/zdf-genki

Düsseldorf, 27.11.2025

ifaa-Experte Sebastian Terstegen erläutert den technischen Hintergrund: „Generative Künstliche Intelligenz ist eine Technologie, die auf der Grundlage vorhandener Daten sowie automatisierter Analysen neue Inhalte und Lösungen erzeugt. Sie basiert auf maschinellem Lernen, insbesondere auf künstlichen neuronalen Netzen, wobei Transformer-Modelle eine zentrale Rolle spielen. Diese Modelle haben den Durchbruch in der Verarbeitung und Generierung von Text, Bildern und anderen Inhalten ermöglicht.“

Vielfältige Anwendungsbereiche und hohes Potenzial für Produktivitätssteigerungen

Generative Künstliche Intelligenz (GenKI) bietet viele Möglichkeiten zur Steigerung der Effizienz, Förderung von Innovationen und Senkung von Produktionskosten. Wichtige Anwendungsbereiche und Potenziale sind:

  • Produktentwicklung: GenKI kann bei der automatisierten Erstellung und Optimierung von Designs helfen, wodurch Materialverbrauch und Fertigungskosten reduziert werden können.
  • Produktivitätssteigerung: Studien belegen positive Effekte, wie eine Verkürzung von Bearbeitungszeiten um 40 % und eine Erhöhung des Qualitätsniveaus um 18 % bei der Textbearbeitung in administrativen Unternehmensbereichen. Im Kundensupport wurde eine Produktivitätssteigerung von 14 % erzielt, besonders bei unerfahrenen Mitarbeitenden, für die GenKI wie ein „virtuelles Exoskelett für mentale Arbeit“ fungiert.
  • Arbeitsorganisation: GenKI kann Routineaufgaben wie das Verfassen technischer Berichte, von Arbeitsanweisungen oder Schulungsmaterialien übernehmen, was den Aufwand für Fachkräfte erheblich reduziert und ihnen Freiraum für kreativere Aufgaben oder strategische Tätigkeiten verschafft.
  • Innovationsfähigkeit: GenKI fördert die Innovationsfähigkeit von Unternehmen durch neue Ansätze und die Automatisierung von Prozessen.

Kein Licht ohne Schatten: Herausforderungen und Risiken der GenKI

Trotz des enormen Potenzials birgt die Einführung und Nutzung von GenKI zahlreiche Herausforderungen und Risiken, wie beispielsweise fehlerhafte oder unvollständige Ergebnisse, Datenschutzprobleme oder diskriminierende bzw. voreingenommene Ergebnisse. Terstegen weist auf ein weiteres Problem hin – das sogenannte Deskilling der Mitarbeitenden: „Die intensive Nutzung von GenKI kann dazu führen, dass Anwenderinnen und Anwender wenig eigenes neues Wissen aufbauen und damit langfristig ihre Innovations- und Problemlösungskompetenzen beeinträchtigt werden.“ Es ist entscheidend, diese Herausforderungen durch gezielte Maßnahmen wie Qualifizierungsprogramme, Ethikrichtlinien und strikte Sicherheitsstandards zu adressieren, denn bei richtiger Gestaltung kann GenKI ebenso gut zu einer lernförderlichen Arbeitsgestaltung beitragen.

Fazit: Generative KI ist gekommen, um zu bleiben. Weitere Effekte auf die Arbeitsorganisation in Unternehmen sind zu erwarten.

Generative KI bietet Chancen, um Prozesse zu optimieren, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und auch um dem Fachkräftemangel zu begegnen. GenKI gewinnt somit in Unternehmen zunehmend an strategischer Bedeutung. Terstegen kennt genauere Zahlen: „Laut einer Bitkom-Umfrage planen 17 % der deutschen Unternehmen den aktiven Einsatz von GenKI. Hauptsächlich wird GenKI derzeit für die Automatisierung interner Prozesse und Systeme (42 %), zur Datenanalyse (24 %) und im Kundensupport (19 %) eingesetzt.“ Im Industriebereich nutzen 31 % der Unternehmen GenKI für die Prozessautomatisierung und -optimierung.

 „Unternehmen müssen jedoch sicherstellen, dass ihre Mitarbeitenden bei der Einführung und Nutzung dieser Technologien gezielt unterstützt werden und sich an klaren internen Regeln orientieren können. Ein weiterer Faktencheck des ifaa (https://www.arbeitswissenschaft.net/zdf-eu-ai-act) zeigt Unternehmen auf, was Artikel 4 der europäischen KI-Verordnung für Unternehmen bedeutet und welche praktikablen Maßnahmen, um KI-Kompetenzen zu gewährleisten, sie ergreifen können.

Denn eines ist klar: Die Technologie entwickelt sich stetig weiter, und der zunehmende Wettbewerb wird den technologischen Fortschritt und die Auswirkungen auf die Arbeitsorganisation in Unternehmen weiter vorantreiben.“

 

Christine Molketin Mitarbeiterin Administration Public Relations Services ifaa

Christine Molketin M.A.

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: +49 211 542263-26