AI@Work: Wie KI Arbeitskräftemanagement und Wettbewerbsfähigkeit stärkt

Im Rahmen des Projekts AI@Work des 2024 gegründeten European Employers’ Institute hat das ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. elf namhafte europäische Unternehmen zu ihrem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) befragt. Ziel war es, anhand konkreter Praxisbeispiele aufzuzeigen, wie KI das Arbeitskräftemanagement verändert sowie Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit steigert. „Zahlreiche europäische Unternehmen profitieren bereits heute von spezialisierten KI-Anwendungen, die weit über generative KI hinausgehen“, erklärt Dr. Gustav Bösehans, wissenschaftlicher Mitarbeiter des ifaa. Die jeweiligen Faktenblätter der zwischen November 2025 und März 2026 publizierten Interviews finden Sie hier: https://www.arbeitswissenschaft.net/angebote-produkte/
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Düsseldorf, 20.05.2021

Zentrale Ergebnisse auf einen Blick

KI und Arbeitskräftemanagement

Fünf KI-Anwendungsfälle aus dem Bereich Arbeitskräftemanagement zeigen, wie KI gezielt zu unterschiedlichen Zwecken genutzt werden kann.

  • Für die Personaldienstleister The Adecco Group und Hays vereinfacht KI erheblich den Arbeitsalltag ihrer Recruiter - vom Verfassen von Jobbeschreibungen bis zum Kandidatenranking.
  • Für das Luft- und Raumfahrtunternehmen Airbus unterstützt KI die Bindung der Mitarbeitenden an das Unternehmen, indem offene Rollen im Unternehmen geeigneten Mitarbeitern frühzeitig angeboten werden und somit die Abwanderung von Talenten reduziert wird.
  • Der Anwendungsfall Heijmans zeigt, wie KI-gestützte Kamerasysteme die Sicherheit auf Baustellen erhöhen können, während der Fall von Federalberghi Lombardia eindrucksvoll nahelegt, wie KI die Tourismusbranche grundlegend verändert.

KI und Wettbewerbsfähigkeit

Sechs KI-Anwendungsfälle aus unterschiedlichen Branchen demonstrieren, wie KI nicht nur die Produktivität, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen steigern kann.

  • Großunternehmen wie Miele, profitieren bereits heute von KI-gestütztem Plant Management und vorausschauender Wartung, aber auch KMUs wie Heuille et fils können das Potential von KI für sich erschließen.
  • Weitere Anwendungsfälle zeigen, wie KI bei der Modellierung komplexer Bauvorhaben unterstützen kann und wie KI und Robotic Process Automation (RPA) zeitaufwändige Prozesse im Bankenwesen automatisieren können.
  • Der Fall von Pharmakonzern Sanofi veranschaulicht, wie KI bei Forschung und Vertrieb Unterstützung leistet, während die Salling Group KI in ihren Discounterketten (Netto) zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung und ökonomischen Verlusten einsetzt.

Europaweite Unternehmensbefragung

Um die Ergebnisse der geführten Interviews zu vertiefen, koordiniert das ifaa im Rahmen des Projektes eine EU-weite Unternehmensbefragung, die von April bis Mitte Mai 2026 stattfindet. Die Umfrage soll weitere Informationen darüber liefern, wie europäische Unternehmen KI zur Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit, zur Verbesserung des Arbeitskräftemanagements und zur Unterstützung Ihrer Mitarbeitenden einsetzen. Dabei werden Unternehmen diverser Sektoren und Größen berücksichtigt, die bereits seit mindestens einem Jahr spezialisierte KI-Anwendungen nutzen. Erste Ergebnisse der Umfrage werden ab Oktober 2026 verfügbar sein.

Fazit

Die bisherigen Ergebnisse zeigen deutlich: KI bietet erhebliches Potenzial für Effizienzsteigerungen, die Unterstützung von Fachkräften und deren Einsatz sowie nachhaltige Wettbewerbsvorteile. Gleichzeitig wird klar, dass Unternehmen bereits heute konkrete Mehrwerte realisieren. Dr. Gustav Bösehans resümiert: „KI wirkt branchenübergreifend als Innovationstreiber – für Großunternehmen ebenso wie für KMU.“

Christine Molketin Mitarbeiterin Administration Public Relations Services ifaa

Christine Molketin M.A.

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: +49 211 542263-26