Unser tarifliches Zielvereinbarungssystem ist fokussiert auf den Unternehmenserfolg.
Reinhardt Neddermeyer, Senior Director Production und Standortleiter am Standort Bellheim der Kardex Production Deutschland GmbH, informierte über das jährliche tarifliche Zielvereinbarungssystem für die Meister in seinem Betrieb.
Die Produktion automatisierter Lagersysteme in Bellheim gliedert sich in sechs Meisterbereiche mit je rund 40 tariflich vergüteten Mitarbeitenden.
Für die sechs Meister im Betrieb existiert seit dem Jahr 2012 ein tarifliches Zielvereinbarungssystem. Es setzt Anreize für mehr Kosteneffizienz, Prozesssicherheit, Arbeitssicherheit, Qualität sowie eine gute Personalentwicklung und Führung.
„Dieses System ist fokussiert auf die zentralen Hebel für unseren gemeinsamen Unternehmenserfolg“, so Standortleiter Neddermeyer.
Das Meister-Entgelt setzte sich zusammen aus dem ERA-Grundentgelt (Entgeltgruppen-Stufe – garantiert 100 Prozent), dem Leistungsentgelt (maximal 18 Prozent der Entgeltgruppe) sowie einer persönlichen Zulage (monatlich bis zu 300 Euro für maximal erreichbare 100 Punkte).
Drei Faktoren bestimmen das maximal 18-prozentige Leistungsentgelt:
1. Produktive Arbeitszeit und Kosteneffizienz mit einer Gewichtung von 60 Prozent: Je besser das Verhältnis der erzielten Wertschöpfung im Verhältnis zu Aufwänden wie Arbeitszeiten, Gemeinkosten und Abweichungsstunden zum Beispiel infolge von Störungen, Wartung, Nacharbeit ist, umso höher der Wert, der ins Leistungsentgelt eingeht. „Die Produktivität, das Verhältnis von Output und dem Aufwand, der dafür geleistet werden muss, steht für unser Unternehmen an erster Stelle. Daher ist die Gewichtung dieser Position so hoch“, erklärte Standortleiter Neddermeyer.
2. Einhaltung und Verbesserung von Prozessstandards sowie
3. Lokalisierung von Schwachstellen bei Ordnung und Sauberkeit: Beide Positionen gehen mit einer Gewichtung von jeweils 20 Prozent ins Leistungsentgelt ein. Die Beurteilungskriterien ergeben sich aus vierteljährlichen, unangekündigten Audits in den sechs Meisterbereichen. Im Prozessaudit geht es um die Erfüllung und Einhaltung von Prozessstandards. Das 5S-Audit bewegt sich um Schwachstellen in
Ordnung, Sauberkeit und Systematik. Am Ende erfolgt eine Mängeldurchsprache. Auch eine Liste erforderlicher Maßnahmen wird erstellt. Die Bewertungsskala für den jeweiligen Meister reicht von (theoretisch) 0 („fachlich nicht vertretbar“) bis zu 10 Punkten (Best in Class).
„Es geht bei diesen Audits um kontinuierliche Verbesserung, nicht nur um Kontrolle“, so Kardex-Standortleiter Neddermeyer. Inhalte und Fragestellungen der Audits werden durch Betriebsvereinbarungen festgelegt. Auf diese Weise können in Zukunft unter Umständen auch andere Schwerpunkte und Gewichtungen festgelegt werden.
Die Höhe der persönlichen Zulage bestimmt ein Bewertungsbogen, den die Führungskraft des Meisters ausfüllt. Für Effizienz, Qualität, Flexibilität, verantwortliches Handeln sowie Kooperation und Führungsverhalten werden hier fünf Bewertungsstufen von BSt 1 („Das Leistungsergebnis entspricht dem Ausgangsniveau der Arbeitsaufgabe“) bis BSt5 („Das Leistungsergebnis liegt weit über den Erwartungen“) vergeben. „Besonders hohes Gewicht in diesem Bewertungsbogen hat die Führung, schließlich haben die Meister in jeder Abteilung rund 40 Mitarbeitende zu führen“, so Neddermeyer. Die Zulage ist bei 300 Euro gedeckelt und nicht tarifdynamisch.
Kardex-Standortleiter Neddermeyer: „Der Erfolg dieses Systems ist messbar. Und für unsere Meister zahlen sich gute Leistungen direkt auf ihrem Gehaltskonto aus.“
Kardex zählt zu den weltweit führenden Herstellern automatisierter Lagersysteme. Stammsitz der Unternehmensgruppe ist Zürich. In Bellheim (Pfalz) sind rund 600 Mitarbeitende beschäftigt. Das Unternehmen ist Mitglied des Arbeitgeberverbandes Pfalzmetall. |
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