„Entgelttransparenz erfordert Mut. Sie stärkt am Ende aber das Vertrauen und ermöglicht so bessere Führung.“

Anette Skau Fischer ist Vice President HR Industrial EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) & APAC (Asien, Pazifik) bei der CIRCOR German Holdings GmbH & Co. KG. Die aus Dänemark stammende Personalmanagerin verwies in ihrem Vortrag mit Blick auf die bevorstehende Umsetzung der EU-Transparenz-Richtlinie auf das Beispiel ihres Heimatlandes: Transparenz ist dort kein gesetzlich verordneter Zwang, sondern zentraler Teil einer gelebten Vertrauenskultur. Dänische Unternehmen und Institutionen legen ihren Worten „nach Gehaltsbänder offen“ und „fördern offene Gespräche über Vergütung“. Im Ergebnis gebe es dort weniger Spekulation und mehr Vertrauen zwischen den betrieblichen Ebenen. Das führe zu einer „höheren Zufriedenheit“ der Mitarbeitenden.

Jenseits aller Unterschiede zwischen beiden Ländern, was zum Beispiel Bevölkerungsgröße und Wirtschaftsstruktur angeht, sieht Anette Skau Fischer dennoch einige universelle Prinzipien, die auch für Deutschland gelten.

Transparenz braucht Ihren Ausführungen nach Struktur durch „definierte Gehaltsbänder“ und „nachvollziehbare Kriterien“ für Entgeltunterschiede. Gehältertransparenz bedingt aktive Kommunikation durch Führungskräfte. Diese sind dafür zu schulen – zum Beispiel, wie man in Vergütungsgesprächen mit kritischen Fragen umgeht. Offenheit in der Gehaltsdiskussion verlangt von Führungskräften auch, Entscheidungen offenzulegen, sich Diskussionen mit Mitarbeitenden auszusetzen und sich damit auch „angreifbar“ zu machen.

Am Ende führt Transparenz ihren Worten nach zu einem Positiv-Kreislauf, der in mehr Vertrauen mündet. Entgelttransparenz schafft Klarheit. Diese wiederum reduziere Unsicherheit – das bringe mehr Vertrauen. In einem vertrauensvollen Umfeld sei bessere Führung möglich. Dadurch wächst das Vertrauen weiter.

Die CIRCOR German Holdings GmbH & Co. KG gehört zur internationalen CIRCOR International-Gruppe. Dieser Industriekonzern stellt unter anderem Pumpen, Ventile und Fluidtechnik für Branchen wie Energie, Industrie oder Luftfahrt her. Hauptsitz: Burlington, Massachusetts/USA. In Deutschland bündelt die Holding mehrere Tochterfirmen – zum Beispiel Allweiler (Pumpentechnik), SCHROEDAHL (Spezialarmaturen) und die RTK (Regeltechnik).

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