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ifaa zum internationalen Frauentag am 8.3.2018: Wo noch viel geredet wird, handeln die Unternehmen bereits schon

„Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie leisten einen wichtigen Beitrag zur Gleichstellung der Geschlechter“, so Prof. Dr.-Ing. Sascha Stowasser, Direktor des ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft. „Der Tarifvertrag stellt durch sein anforderungsbezogenes, geschlechtsneutrales Arbeitsbewertungssystem eine Gleichbehandlung per se dar. Es spielt keine Rolle, ob Mann oder Frau die Arbeit erledigt, gezahlt wird gleich.“ Zusätzlich ermöglichen die Tarifverträge und die individuellen Betriebsvereinbarungen einen großen Spielraum für Beschäftigte zum Beispiel bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

„Trotz anhaltender Aufklärung zum tatsächlichen Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern, steht immer noch häufig die Zahl der unbereinigten Entgeltlücke von 21 Prozent im Raum,“ kommentiert Stowasser die Diskussion. „Lässt man die strukturellen Unterschiede außen vor und betrachtete man es aus der Perspektive einer ununterbrochenen Beschäftigungsdauer bleibt eine Lücke von ca. 2-3 Prozent.“

Wichtig ist zum einen ein struktureller Wandel in Form des Ausbaus der Kinderbetreuung, zum anderen muss ein Kulturwandel stattfinden: „Frauen wählen häufig Berufszweige, die weniger gut bezahlt werden. Dabei haben Frauen die gleichen Möglichkeiten wie Männern besser bezahlte Berufe zu wählen. Vor allem sind es auch die Frauen, die bessere und höhere Schul- und Bildungsabschlüsse vorweisen können. Diese sollten sie entsprechend nutzen. Aber auch Männer sind gefordert zum Beispiel bei der Betreuung von Kindern umzudenken.“

Unternehmen sind sich immer mehr ihrer Verantwortung bewusst und setzen beispielsweise auf flexible Arbeitszeiten, damit für Frauen und Männer Familie und Beruf besser zu vereinbaren sind. Oder sie schaffen nichtmonetäre Anreize um Fachkräfte zu gewinnen und zu binden*. „Da spielt das Geschlecht keine Rolle.“

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie bei Christine Molketin (c.molketin(at)ifaa-mail.de / 0211 54 22 63-26). Gerne vermitteln wir ein Interview mit Prof. Stowasser oder anderen Experten im Haus.

*ifaa: Anreiz- und Vergütungssysteme in der Metall- und Elektroindustrie – Verbreitung von nicht monetären und monetären Zusatzleistungen

https://www.arbeitswissenschaft.net/fileadmin/Downloads/Angebote_und_Produkte/Studien/Studie_Anreiz-_und_Vergu__tungssysteme_web.pdf

 

 

Christine Molketin Mitarbeiterin Administration Public Relations Services ifaa

Christine Molketin M.A.

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: +49 211 542263-26