„Die neue Arbeitswelt in Zusammenhang mit Zunahme von Stress wird im Zuge der Berichterstattung zur aktuellen Erhebung des DGB-Index einseitig beschrieben und ins Negative gerückt. Dabei bietet vor allem die Digitalisierung zahlreiche Chancen, die Arbeitswelt für Beschäftigte und Unternehmen positiv zu gestalten,“ kommentiert Prof. Dr.-Ing. Sascha Stowasser die Auswertung des aktuellen DGB-Index.
Düsseldorf, 27.11.208 - Dazu gehört beispielsweise zunehmende Flexibilisierung der Arbeitswelt. Mit flexiblen Arbeitszeiten erhalten Beschäftigte die Möglichkeit zum Beispiel Privatleben und Beruf zu vereinbaren. Enorme 66 Prozent der Befragten sagen im DGB-Index zur Arbeitszeit, dass sie ihre eigene Arbeit selbstständig planen und einteilen können. Jeder zweite hat in hohem oder sehr hohem Maß Einfluss auf die Gestaltung der eigenen Arbeitszeit.
„Auch der Stress in Punkto digitaler Erreichbarkeit lässt sich anhand der Datenlage des DGB-Index nicht nachvollziehen: 77 Prozent der Befragten sagen, sie seien von Erreichbarkeit außerhalb ihrer Arbeitszeit selten oder nie betroffen“, ergänzt Stowasser.
Digitalisierung sinnvoll einsetzen und gestalten
„Digitalisierungsmaßnahmen müssen gut in den Betrieb eingeführt werden. Und zwar dort, wo sie zielführend sind und zum Unternehmen passen. Konsequenterweise optimiert sie Prozesse und entlastet Mitarbeiter,“ erklärt der Direktor des ifaa. Die Digitalisierung ermöglicht eine Entlastung von mentalen Routinetätigkeiten, die Stressfaktor von zahlreichen Tätigkeiten sind. Zusätzlich bietet Digitalisierung ausgezeichnete Möglichkeiten für das Lernen im Prozess der Arbeit.
Positives Bild der Arbeitswelt
Studien zeigen auch positive Aspekte der neuen Arbeitswelt. Laut DGB-Index selbst identifizieren sich 84 Prozent der Befragten mit ihrer Arbeit und 88 Prozent haben den Eindruck durch ihre Arbeit einen wichtigen Beitrag für den Betrieb zu leisten. Auch sagen Befragte in der Mehrheit, dass sie durch ihre Arbeit die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln (67 Prozent), Wertschätzung durch den Vorgesetzten erfahren (68 Prozent) und sie keine Angst haben, dass ihr Arbeitsplatz wegfällt (90 Prozent).
Weitere Informationen erhalten Sie bei Christine Molketin. Gerne vermitteln wir ein Interview mit den Experten des ifaa.

