Das Risiko, bei der Arbeit einen Unfall zu erleiden, ist im Jahr 2025 erneut gesunken. Nach den aktuell veröffentlichten Zahlen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) kamen auf 1.000 Vollzeitäquivalente 19,9 meldepflichtige Arbeitsunfälle. Das entspricht einem Rückgang von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aus Sicht des ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft unterstreichen die Zahlen die Wirksamkeit kontinuierlicher Investitionen der Unternehmen in Arbeits- und Gesundheitsschutz.
Arbeitsschutz ist Führungsaufgabe
Dr. Stephan Sandrock, der Leiter des Fachbereichs Arbeits- und Leistungsfähigkeit ordnet die Zahlen ein: „Der erneute Rückgang der Arbeitsunfälle zeigt, dass sich das Engagement der Arbeitgeber für sichere und gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen auszahlt. Arbeitsschutz ist kein einmaliges Projekt, sondern eine dauerhafte Führungs- und Managementaufgabe.“
Investitionen in Prävention
Die Unternehmen in Deutschland investieren seit Jahren in technische, organisatorische und personenbezogene Präventionsmaßnahmen. Dazu gehören beispielsweise sichere Arbeitsmittel, ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze, Qualifizierungs- und Unterweisungsmaßnahmen sowie die systematische Beurteilung von Gefährdungen. Die aktuellen Daten der DGUV zeigen, dass diese Anstrengungen einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Arbeitsunfällen leisten.
Unfälle bei alltäglichen Gefährdungen am häufigsten
Besonders bemerkenswert ist, dass die häufigsten Unfallursachen weiterhin bekannte Gefährdungen darstellen. Dazu zählen der Verlust der Kontrolle über Werkzeuge oder Gegenstände sowie Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle. Allein diese beiden Ursachen waren für mehr als 335.000 meldepflichtige Arbeitsunfälle verantwortlich. „Die Zahlen machen deutlich, dass Prävention vor allem bei den alltäglichen Gefährdungen ansetzen muss. Gute Arbeitsgestaltung, sichere Prozesse und nicht zuletzt das sicherheitsgerechte Verhalten aller Beteiligten bleiben die entscheidenden Stellhebel“, so Sandrock.
Langfristige Gesundheit im Fokus
Für das ifaa bestätigen die aktuellen Zahlen einen zentralen Grundsatz der Arbeitswissenschaft: Gute Arbeitsbedingungen fördern nicht nur Sicherheit und Gesundheit, sondern auch Motivation, Leistungsfähigkeit und die langfristige Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeitenden. „Die große Mehrheit der Arbeitgeber verfolgt das Ziel, ihre Beschäftigten gesund und leistungsfähig bis zum Renteneintritt im Erwerbsleben zu halten. Angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels ist dies nicht nur eine soziale Verantwortung, sondern auch ein betrieblicher Erfolgsfaktor“, betont Sandrock.
Fazit:
Die Bilanz des Jahres 2025 ist aus Sicht des ifaa ermutigend. Der Rückgang des Unfallrisikos belegt, dass Unternehmen, Beschäftigte, Berufsgenossenschaften und weitere Akteure des Arbeitsschutzes gemeinsam wirksam dazu beitragen, Sicherheit und Gesundheit in der Arbeitswelt kontinuierlich zu verbessern.
Weitere Informationen erhalten Sie bei Christine Molketin (c.molketin(at)ifaa-mail.de / 0211 542263-26). Gerne vermitteln wir ein Interview mit unseren Experten.

