Coronavirus: Wie man aus der Not eine Tugend macht

Die notwendigen Einschränkungen persönlicher sozialer Kontakte zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus lassen Dienstreisen ausfallen und führen zu einer verstärkten Nutzung der Potenziale des Homeoffice und digitaler Kommunikationsformen. „Trotz der negativen Auswirkungen können wir doch auch einen Nutzen ziehen. Denn durch den nun erforderlichen Einsatz digitaler Möglichkeiten zur Zusammenarbeit, können wir zum einen digitale Kompetenzen weiter aufbauen und stärken und zum anderen Kosten senken und die Umwelt schonen,“ so Dr. Tim Jeske von ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft. Wer Unterstützung bei der Gestaltung der Arbeitsorganisation braucht, kann die praxisnahen Checklisten des ifaa nutzen*.

Düsseldorf, 16.03.2020

Kommunikation passt sich an

Digital statt persönlich: Das ist aktuell die vorherrschende Art der Kommunikation. Unterhaltungen finden vermehrt bilateral über Telefon statt. Bei mehreren Personen wird aus Telefon- oder Videokonferenzen ein virtueller Konferenztisch. Auch E-Mail oder Chatfunktionen werden verstärkt genutzt. Virtuelle Räume ermöglichen es, Dokumente gemeinsam anzuschauen und zu diskutieren.

„Diese vielfältigen Möglichkeiten bieten Beschäftigen ein enormes Potenzial weiterhin produktiv und effektiv arbeiten zu können. Das gleiche gilt für die Nutzung des Homeoffice, dessen Potenziale das ifaa bereits in einer Studie zu mobiler Arbeit aufgegriffen und umfangreich dargestellt hat“**, so der Experte.

Vorteile dauerhaft zur Nachhaltigkeit und Kostenreduzierung nutzen

„Wir gehen davon aus, dass ein Teil, der jetzt ins Virtuelle verlagerten Kommunikation auch nach dem Ende der Coronakrise weiter virtuell erfolgen wird.“ so Jeske. Er ergänzt: „Dies entlastet die Infrastruktur und trägt zur Senkung der CO2-Emissionen bei.“ Sind die neuen Möglichkeiten vorher nur zum Teil genutzt worden, werden sie jetzt verstärkt Anwendung finden. „Damit werden die Kompetenzen in der digitalen Kommunikation erweitert und geübt,“ so Jeske „So mancher im Unternehmen verliert vielleicht vorhandene Vorurteile oder Skepsis und entdeckt die Vorteile für sich.“

Zu hoffen ist auch, dass eventuell der momentan verringerte Reise- und Pendlerverkehr vielleicht nicht wieder ganz auf das ursprüngliche Niveau ansteigen wird oder insgesamt zukünftig etwas langsamer wachsen wird als bisher. Entsprechende Wirkungen auf die CO2- Bilanz und weitere Umweltvorteile gehen damit einher – ebenso gesparte Reisekosten und Fahrtzeit zugunsten von Produktivität und/oder Work-Life-Balance.

„Letztlich kann daraus eine Aussage entstehen, wie sie typisch für Krisen ist: Macht aus der Not eine Tugend,“ folgert Jeske.

 

*Das ifaa bietet dazu verschiedene Hilfsmittel an:

Checkliste zur Gestaltung digitaler arbeitsbezogener Erreichbarkeit  https://www.arbeitswissenschaft.net/Checkliste_digitale_Erreichbarkeit

Checkliste zur Gestaltung mobiler Arbeit https://www.arbeitswissenschaft.net/Checkliste_mobile_Arbeit

Checkliste Eigenverantwortung für Leistung und Gesundheit bei der Arbeit https://www.arbeitswissenschaft.net/Checkliste_Eigenverantwortung

**Gutachten zur mobilen Arbeit

https://www.arbeitswissenschaft.net/gutachten-mobile-arbeit/

 

 

Christine Molketin Mitarbeiterin Administration Public Relations Services ifaa

Christine Molketin M.A.

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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