„Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die hohen Krankheitstage sind sich die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie ihrer Verantwortung in hohem Maße bewusst. Sie investieren seit Jahren konsequent in umfassende und wirksame Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes“, betont Prof. Dr.-Ing. Sascha Stowasser, Direktor des ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft. Neben den gesetzlich verpflichtenden Regelungen engagieren sich viele Unternehmen zusätzlich mit freiwilligen Programmen zur Prävention und Gesundheitsförderung.
Düsseldorf, 20.01.2026
„Gesundheit ist ein zentraler Wettbewerbsfaktor. Prävention stärkt nicht nur die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten, sondern auch die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen“, so Stowasser weiter. Nachhaltige Verbesserungen ließen sich jedoch nur erreichen, wenn betriebliche Vorsorge und individuelles Gesundheitsverhalten zusammenwirkten. „Dazu gehört auch, die Eigenverantwortung der Beschäftigten zu stärken – ein gesundheitsbewusster Lebensstil kann maßgeblich dazu beitragen, Fehlzeiten zu reduzieren.“
Gesundheit im Fokus der Unternehmen
„Die aktuelle Debatte sollte den Blick auf wirksame Lösungen richten, statt zu polarisieren“, fasst Stowasser zusammen. „Arbeitswissenschaftlich belegt ist: Gute Arbeitsbedingungen, konsequente Prävention und verantwortungsvolles Handeln aller Beteiligten sind der Schlüssel zu Leistungsfähigkeit, Wettbewerbsstärke und nachhaltiger Gesundheit.“
Betriebliche Maßnahmen im Arbeits- und Gesundheitsschutz leisten einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Durch gezielte Präventionsprogramme lassen sich Arbeitsunfälle vermeiden, krankheitsbedingte Ausfälle reduzieren und die langfristige Gesundheit der Beschäftigten fördern. Dies erhöht die Leistungsfähigkeit der Belegschaften, senkt Kosten für Lohnfortzahlungen und reduziert den Bedarf an Ersatzpersonal bei Krankheitsfällen.
Ein zentrales Instrument ist dabei die Gefährdungsbeurteilung. Sie beschreibt einen strukturierten Prozess, mit dem Arbeitsplätze sicher geplant und gestaltet werden. Unternehmen können so Risiken frühzeitig erkennen und wirksam minimieren.
Flexibilität als Entlastungsfaktor
Flexible Arbeitszeitmodelle und Optionen für mobiles Arbeiten unterstützen die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Diese Gestaltungsmöglichkeiten können Beschäftigte spürbar entlasten, Stress reduzieren und damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten.
Eigenverantwortung bleibt unverzichtbar
Trotz umfassender betrieblicher Maßnahmen bleibt die Eigenverantwortung der Beschäftigten ein zentraler Baustein für Gesundheit. Ein bewusst gesundheitsorientierter Lebensstil sowie die konsequente Einhaltung von Schutzmaßnahmen tragen dazu bei, Erkrankungen vorzubeugen und das persönliche Wohlbefinden nachhaltig zu stärken.

