BMAS-Forschungsprojekt STÄRKE

Projekt „STÄRKE“ zur Förderung betrieblicher Resilienz

Im Projekt „STÄRKE“ wird ein Gesamtkonzept zur Analyse und Weiterentwicklung individueller und organisationaler Widerstandsfähigkeit – Resilienz – in kleinen und mittleren Unternehmen entwickelt und erprobt. Die Fähigkeit, sich in einer neuen Situation schnell anzupassen und angemessen zu reagieren, wird als Resilienz bezeichnet. Welche Faktoren auf individueller und organisationaler Ebene resilientes Verhalten fördern und wie gesamte Unternehmen resilient werden, ist nur teilweise bekannt. Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe des ifaa, den „Resilienzkompass“ zu entwickeln. Mit diesem Instrument können Unternehmen ihre Anpassungsfähigkeit an die aktuellen sowie künftigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen selbstständig analysieren und geeignete Entwicklungsmaßnahmen ableiten. Das Projekt verbindet arbeitswissenschaftliche, betriebswirtschaftliche und psychologische Ansätze.

Laufzeit des Projekts: Januar 2016–April 2019

Inhalte und Vorgehensweise

  • Ziele
    • Erstellung eines Gesamtkonzepts der individuellen und organisationalen Resilienz (Fähigkeit, sich einer neuen Situation schnell anzupassen und angemessen zu reagieren)

    • Entwicklung und Erprobung in kleinen und mittleren Unternehmen

    • Aufbereitung in Form einer Handlungshilfe (Resilienzkompass)

  • Analysebasis

    Analysebasis ist das Modell der European Foundation for Quality Management (EFQM). Das Modell bietet zum einen eine Grundstruktur für eine grundlegende Organisationsanalyse. Zum anderen macht es die Identifikation und Priorisierung von dringenden Handlungsfeldern möglich.

  • Projektablauf
    • Entwicklung und Zusammenstellung von Detailanalysen
    • Durchführung der Detailanalysen in den 4 Pilotunternehmen
    • Konzeptionierung von nachhaltigen Maßnahmen zur Förderung der Resilienz
    • Durchführung und Evaluation ausgewählter Maßnahmen
    • Erstellung der Handlungshilfe

Wissenschaftliche Projektpartner

  • Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V. (IW), Köln
  • Hochschule Fresenius für Wirtschaft und Medien GmbH, Düsseldorf
  • Technische Universität Darmstadt, Institut für Arbeitswissenschaft, Darmstadt (Konsortialführung)
  • Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. (ifaa)

Unternehmenspartner

  • HEUSCH GmbH & Co. KG
  • Martin Luck Metallgießerei GmbH
  • Kunststoffverarbeitung Schneppenheim GmbH
  • Steinstosser Qualitätswerkzeuge GmbH & Co. KG

Weitere Informationen zu STÄRKE finden Sie

Umsetzungspartner

Gesamtmetall – die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie e. V.

METALL NRW Verband der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen e. V.

Südwestmetall Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e. V.

Deutsche Gesellschaft für Personalführung e. V. (DGFP)

Deutsche Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ)

Initiative Ludwig-Erhard-Preis e. V. (ILEP)

Gefördert von

Plattform MEgA

„MEgA - Maßnahmen und Empfehlungen für die gesunde Arbeit von morgen“ ist ein Projekt des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierten Förderschwerpunktes „Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen". Im Rahmen von MEgA werden bundesweit 30 geförderte Verbundprojekte rund um eine präventive Arbeitsgestaltung koordiniert.
Erfahren Sie hier mehr.

Ansprechpartner

Nora Johanna Schüth B. Sc.

Wissenschaftliche Assistentin
Telefon: +49 211 542263-45
Telefax: +49 211 542263-37

Dr. rer. pol.
Anika Peschl

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Telefon: +49 211 542263-21
Telefax: +49 211 542263-37

Unsere Empfehlungen

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Publikationen

  • Peschl A, Schüth NJ (2018) Neues aus dem Projekt STÄRKE. Workshops zur Stärkung der individuellen Resilienz von Beschäftigten. Betriebspraxis & Arbeitsforschung (233):54–55

    Abstract

    Im Rahmen des Projektes STÄRKE werden derzeit in den Unternehmen die erarbeiteten Maßnahmen angewendet und die Handlungshilfe „Resilienzkompass“ erstellt. Eine der entwickelten Maßnahmen zielt konkret auf den Umgang des Einzelnen mit schwierigen Situationen. Damit kann das resiliente Verhalten der Beschäftigten gefördert werden – und so deren Handlungsfähigkeit in neuen und/oder schwierigen Situationen gestärkt werden. Das erste Modul des Workshop-Konzepts „Resilienztraining“ wurde bereits vor einigen Monaten in den Pilotunternehmen durchgeführt, das zweite Modul steht kurz vor dem Abschluss. Für folgende vier Facetten resilienten Verhaltens wird sensibilisiert: emotionale Bewältigung, positive Umdeutung, umfassende Planung und fokussierte Umsetzung.

    Zuordnung der Publikation: STÄRKE, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Anika Peschl, Nora Schüth, Arbeits- und Leistungsfähigkeit
  • Bettenbühl P, Peck A, König C (2017) Analyse des Zusammenhangs von individueller Resilienz auf die Erholungs- und Belastungssituation von Beschäftigten in Produktionsbetrieben. In: Gesellschaft für Arbeitswissenschaft (Hrsg) Soziotechnische Gestaltung des digitalen Wandels – kreativ, innovativ, sinnhaft. 63. Kongress der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft. GfA-Press, Dortmund, Beitrag A.1.1

    Abstract

    Im Rahmen des BMBF-geförderten Projektes STÄRKE (Starke Beschäftigte und starke Betriebe durch Stärkung der Änderungsfähigkeit mit Resilienz-Konzepten) wurde untersucht, ob individuelle Resilienz in Zusammenhang mit kurzfristiger Erholung und dem subjektiven Belastungsempfinden der Beschäftigten steht. Die Skalen „Positive Umdeutung“ und „Fokussierte Umsetzung“ stehen in der Studie in Zusammenhang mit der Erholung und Belastung der Mitarbeiter.

    Zuordnung der Publikation: STÄRKE, Arbeitsbezogene psychische Belastung, Belastung, Resilienz
  • Ottersböck N, Peck A (2017) Unternehmen steigern ihre Zukunftsfähigkeit im Projekt STÄRKE. Betriebspraxis & Arbeitsforschung (229):50–51

    Zuordnung der Publikation: STÄRKE, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Nicole Ottersböck, Arbeitszufriedenheit
  • Peck A, Sandrock S (2017) Resilienz und Organizational Citizenship Behavior: Untersuchung des Zusammenhangs der beiden Konstrukte als Beitrag zur Steigerung der Krisenfestigkeit von Beschäftigten in KMU. In: Gesellschaft für Arbeitswissenschaft (Hrsg) Soziotechnische Gestaltung des digitalen Wandels – kreativ, innovativ, sinnhaft. 63. Kongress der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft. GfA-Press, Dortmund, Beitrag C.3.14

    Zuordnung der Publikation: STÄRKE, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Stephan Sandrock, Arbeitszufriedenheit, Arbeits- und Leistungsfähigkeit, Mitarbeiter
  • Schüth NJ, Peck A (2017) Neues aus dem Projekt STÄRKE. Workshop-Konzept „Neue Technologien in der Arbeitswelt“ – Aufklären gegen Unsicherheit. Betriebspraxis & Arbeitsforschung (231):46–47

    Abstract

    Das Projekt STÄRKE befindet sich derzeit in der Phase der Maßnahmenentwicklung und -umsetzung. Alle Maßnahmen, die in den vier Unternehmen durch das Projektteam begleitet werden, zielen darauf ab, die individuelle Resilienz der Beschäftigten bzw. die organisationale Resilienz des Unternehmens zu stärken. Die Maßnahmen wurden aus den spezifischen Situationen der Projektunternehmen abgeleitet und entwickelt. Die Erkenntnisse, die im Projekt gewonnen werden, sind auch auf andere Unternehmen übertragbar.

    Zuordnung der Publikation: STÄRKE, Digitalisierung/Industrie 4.0, Nora Schüth, Personal, Personalentwicklung
  • Geiger L, Peck A (2016) Betriebe und Beschäftigte mit Resilienz-Konzepten stärken. ifaa entwickelt im Projekt STÄRKE Instrumente zur Verbesserung der Resilienz. Betriebspraxis & Arbeitsforschung (227):45–46

    Zuordnung der Publikation: STÄRKE
  • Peck A (2016) Wie resilient sind Unternehmen und Beschäftigte der Teilnehmer im Projekt STÄRKE? Betriebspraxis & Arbeitsforschung (228):54

    Zuordnung der Publikation: STÄRKE, Arbeits- und Leistungsfähigkeit
  • Peck A, Geiger L, Sandrock S (2016) Entwicklung eines Inventars zur Erfassung individueller und organisationaler Resilienz. In: Gesellschaft für Arbeitswissenschaft (GfA) (Hrsg) Arbeit in komplexen Systemen. Digital, vernetzt, human?! 62. Kongress der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft vom 2.–4. März 2016. GfA-Press, Dortmund, Beitrag B6.4, S 1–4

    Zuordnung der Publikation: STÄRKE, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Stephan Sandrock