Projekt ChAmp Symbolbild Cyber-humane Zusammenarbeit

Forschungsprojekt ChAmp

Cyber-humanes Arbeiten in Daten-Ökosystemen am Beispiel maschineller Software­prüfung

Die Prüfung technischer Dokumente ist aufwendig und fehler­anfällig. KI-Sprach­modelle können dabei helfen, indem sie Begriffe erken­nen und vergleichen. Damit das sicher funktioniert, müssen Daten­schutz und ethische Vorgaben einge­halten werden.

Im Projekt ChAmp entsteht ein Assistenz­system, das die Erstellung und Prüfung von Software­dokumen­tationen beschleunigt. Es basiert auf großen Sprach­modellen und wird so gestaltet, dass Motivation, Daten­schutz und rechtliche Anfor­derungen berück­sichtigt sind. Die Konzepte sollen auch für andere Branchen und Prüf­prozesse, etwa im Rahmen des EU-AI-Gesetzes, nutzbar sein.

Laufzeit: Januar 2026 bis Dezember 2028

Projekt ChAmp Logo
Projekt ChAmp Universalbild

Aktuelles

Erste empirische Ergebnisse des Forschungsprojekts ChAmp zur Entwicklung eines datenschutzkonformen KI-Assistenzsystems für die Prüfung technischer Softwaredokumentationen liegen vor

Projekt ChAmp Bild Prüferperspektive KI-generiert

16. Juli 2026

Projektmitarbeiterin Katharina Adamczyk beschreibt die ersten empirischen Ergebnisse des Forschungsprojekts ChAmp, das ein datenschutzkonformes KI-Assistenzsystem für die Prüfung technischer Softwaredokumentationen entwickelt. Ausgangspunkt sind komplexe regulatorische Anforderungen, die Hersteller dokumentieren und Prüfstellen bewerten müssen. Interviews mit Expertinnen und Experten von Sartorius Lab Instruments und der PTB zeigen, dass beide Seiten ähnliche Herausforderungen haben: Informationen sind häufig verstreut, uneinheitlich dokumentiert und nur schwer mit regulatorischen Vorgaben zu verknüpfen.

Hersteller wünschen Unterstützung bei der Interpretation von Anforderungen, der Dokumentation und der Risikobewertung, während Prüfende vor allem Hilfe bei der Analyse, semantischen Suche und Rückverfolgbarkeit von Informationen benötigen. Das geplante Assistenzsystem soll Transparenz, Nachvollziehbarkeit und effiziente Wissenserschließung fördern, ohne menschliche Entscheidungen zu ersetzen. Auf Basis der erhobenen Anforderungen wird nun ein Prototyp entwickelt, dessen Konzepte auch auf andere regulierte Anwendungsfelder übertragbar sind.

Lesen Sie den vollständigen Blog-Beitrag.

  • Motivation
    Projekt ChAmp Abbildung Motivation

    Motivation

    Die Prüfung technischer Dokumente auf Konfor­mität mit vielfältigen Vorgaben ist komplex, zeit­intensiv und erfordert ein tiefes Verstän­dnis für Fach­begriffe, Bedeutungs­varianten und Synonyme. Diese Aufgabe bindet hoch­qualifizierte Fach­kräfte und ist fehler­anfällig. Sprach­modelle, wie z. B. LLM, können gezielt unter­stützen, indem sie relevante Begriffe erkennen und vergleichen. Um die damit verbun­denen Produk­tivitäts­potenziale zu erschließen, müssen diese Modelle daten­schutz­gerecht und unter Berück­sichtigung ethischer, rechtlicher und sozialer Implika­tionen (ELSI) gestaltet sowie in inter­aktive Assistenz­systeme einge­bettet werden.

  • Ziele und Vorgehen
    Projekt ChAmp Abbildung Motivation

    Ziele und Vorgehen

    Im Forschungs­projekt ChAmp wird am Beispiel der Software­dokumen­tation von Mess­geräten ein sprach­modell­gestütztes Assistenz­system entwickelt, das die cyber-humane Prüfung technischer Unter­lagen erleichtert und die Arbeits­produk­tivität steigert. Der zu erarbeitende sozio­technische Ansatz basiert auf großen LLM-Sprach­modellen, die nach dem sozio­technischen Arbeits­system­ansatz motivations- und zufrieden­heitsförderlich zu gestalten und daten­schutz- und ELSI-konform sind. Dazu passend werden Organi­sations­strukturen partizipativ entwickelt und erprobt. Parallel werden arbeits­platznahe Konzepte nach­haltiger Personal­entwicklung erarbeitet, die den Übergang von tradierten zu cyber-humanen Arbeits­strukturen unterstützen.

  • Innovationen und Perspektiven
    Projekt ChAmp Abbildung Motivation

    Innovationen und Perspektiven

    Das entstehende Assistenz­system beschleunigt sowohl die Prüfung als auch die Erstellung von Software­dokumen­tationen und stärkt damit die Innovations­kraft nicht nur der Messgeräte­branche. Es lässt sich auf weitere regula­torische Prüfprozesse, z. B. im Rahmen des geplanten EU-Gesetzes zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz (AI Act), übertragen. Die entwickelten Vorgehens­weisen mit den zugehörigen Personal­entwicklungs­konzepten werden für den branchen­über­greifenden Transfer aufbereitet und über etablierte Netz­werke des Konsortiums verbreitet.

Projektpartner

Assoziierte Projektpartner

  • METALL NRW Verband der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen e. V.
  • PFREUNDT GmbH
  • BVST / Bundesverband Verkehrs­sicherheits­technik e. V.

Förderhinweise

Dieses Verbund­projekt wird unter dem Förder­kenn­zeichen 02L25A070 im Rahmen des Programms „Zukunft der Arbeit“ durch das Bundes­ministerium für Forschung, Techno­logie und Raum­fahrt (BMFTR) und die Europäische Union gefördert und vom Projekt­träger Karls­ruhe (PTKA) betreut.


Die Verant­wortung für den Inhalt dieser Veröffent­lichung liegt bei den Autorinnen und Autoren.

  • Logo BMFTR Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt

  • Projekt ChAmp Logo Kofinanziert von der Europäischen Union

  • Projekt ChAmp Logo Betreut vom PTKA Projektträger Karlsruhe

Sprechen Sie uns an!

Tim Jeske Wissenschaftlicher Mitarbeiter Fachbereich Unternehmensexzellenz ifaa

Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.Ing.
Tim Jeske

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon: +49 211 542263-17

Nils Feggeler, M. Sc.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon: +49 2233 600371-5

Frank Lennings Leitung Fachbereich Unternehmensexzellenz ifaa

Dr.-Ing.
Frank Lennings

Leitung Fachbereich Unternehmensexzellenz und Transformation
Telefon: +49 211 542263-19