
Forschungsprojekt ChAmp
Cyber-humanes Arbeiten in Daten-Ökosystemen am Beispiel maschineller Softwareprüfung
Die Prüfung technischer Dokumente ist aufwendig und fehleranfällig. KI-Sprachmodelle können dabei helfen, indem sie Begriffe erkennen und vergleichen. Damit das sicher funktioniert, müssen Datenschutz und ethische Vorgaben eingehalten werden.
Im Projekt ChAmp entsteht ein Assistenzsystem, das die Erstellung und Prüfung von Softwaredokumentationen beschleunigt. Es basiert auf großen Sprachmodellen und wird so gestaltet, dass Motivation, Datenschutz und rechtliche Anforderungen berücksichtigt sind. Die Konzepte sollen auch für andere Branchen und Prüfprozesse, etwa im Rahmen des EU-AI-Gesetzes, nutzbar sein.
Laufzeit: Januar 2026 bis Dezember 2028

- Motivation

Motivation
Die Prüfung technischer Dokumente auf Konformität mit vielfältigen Vorgaben ist komplex, zeitintensiv und erfordert ein tiefes Verständnis für Fachbegriffe, Bedeutungsvarianten und Synonyme. Diese Aufgabe bindet hochqualifizierte Fachkräfte und ist fehleranfällig. Sprachmodelle, wie z. B. LLM, können gezielt unterstützen, indem sie relevante Begriffe erkennen und vergleichen. Um die damit verbundenen Produktivitätspotenziale zu erschließen, müssen diese Modelle datenschutzgerecht und unter Berücksichtigung ethischer, rechtlicher und sozialer Implikationen (ELSI) gestaltet sowie in interaktive Assistenzsysteme eingebettet werden.
- Ziele und Vorgehen

Ziele und Vorgehen
Im Forschungsprojekt ChAmp wird am Beispiel der Softwaredokumentation von Messgeräten ein sprachmodellgestütztes Assistenzsystem entwickelt, das die cyber-humane Prüfung technischer Unterlagen erleichtert und die Arbeitsproduktivität steigert. Der zu erarbeitende soziotechnische Ansatz basiert auf großen LLM-Sprachmodellen, die nach dem soziotechnischen Arbeitssystemansatz motivations- und zufriedenheitsförderlich zu gestalten und datenschutz- und ELSI-konform sind. Dazu passend werden Organisationsstrukturen partizipativ entwickelt und erprobt. Parallel werden arbeitsplatznahe Konzepte nachhaltiger Personalentwicklung erarbeitet, die den Übergang von tradierten zu cyber-humanen Arbeitsstrukturen unterstützen.
- Innovationen und Perspektiven

Innovationen und Perspektiven
Das entstehende Assistenzsystem beschleunigt sowohl die Prüfung als auch die Erstellung von Softwaredokumentationen und stärkt damit die Innovationskraft nicht nur der Messgerätebranche. Es lässt sich auf weitere regulatorische Prüfprozesse, z. B. im Rahmen des geplanten EU-Gesetzes zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz (AI Act), übertragen. Die entwickelten Vorgehensweisen mit den zugehörigen Personalentwicklungskonzepten werden für den branchenübergreifenden Transfer aufbereitet und über etablierte Netzwerke des Konsortiums verbreitet.
Projektpartner
- ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V.
- ZENIT GmbH Zentrum für Innovation und Technik in NRW
- Sartorius Lab Instruments GmbH & Co. KG
- Physikalisch-Technische Bundesanstalt (Abteilung 8.51 Metrologische Software)
- Physikalisch-Technische Bundesanstalt (Abteilung 8.52 Eingebettete metrologische Systeme)
Assoziierte Projektpartner
- METALL NRW Verband der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen e. V.
- PFREUNDT GmbH
- BVST / Bundesverband Verkehrssicherheitstechnik e. V.
Förderhinweise
Dieses Verbundprojekt wird unter dem Förderkennzeichen 02L25A070 im Rahmen des Programms „Nutzen in Daten-Ökosystemen: Wettbewerb – Kommunikation – Kooperation“ (DigiNutzenDat) durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und die Europäische Union gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.
Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autorinnen und Autoren.
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Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.Ing.
Tim Jeske
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon: +49 211 542263-17

Nils Feggeler, B. Sc.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon: +49 2233 600371-5

Dr.-Ing.
Frank Lennings
Leitung Fachbereich Unternehmensexzellenz und Transformation
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