Anreiz- und Vergütungssysteme in der Metall- und Elektroindustrie

Aktuelle Erkenntnisse zur Verbreitung und betrieblichen Ausgestaltung nicht monetärer und monetärer Zusatzleistungen

Neben den klassischen Entgeltbestandteilen, dem Grund- und Leistungsentgelt, rücken zunehmend weitere Anreiz- und Vergütungskomponenten in den Vordergrund. Um Mitarbeiter anzuwerben, zu halten und zu Leistung anzuspornen, bieten Unternehmen beispielsweise erfolgsabhängige Entgeltbestandteile oder Aktienoptionen an oder leisten nicht monetäre Zuwendungen. Es stellt sich die Frage: Welche Vergütungsbestandteile, welche "Benefits" erhalten die Beschäftigten zusätzlich?

Zu diesen Benefits können attraktive Arbeitsbedingungen und Weiterbildungsmöglichkeiten ebenso gehören wie beispielsweise Vorsorge- und Beratungsleistungen.

Was haben wir gemacht?

Mit dem Ziel, einen Überblick über die bestehenden Vergütungs- und Anreizstrukturen in den Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie zu erhalten, hat das ifaa im Jahr 2017 eine quantitative Onlinebefragung von über 360 Unternehmen durchgeführt. Der Fokus lag hierbei auf den freiwilligen, nicht monetären Zusatzleistungen und wie weit diese in Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Deutschland verbreitet sind.

Sukzessive werden weitere Teilauswertungen nach Unternehmensgröße, Tarifbindung, Wirtschaftszweig oder anderen Kriterien vorgenommen und zur Verfügung gestellt.

Wie geht es weiter?

Zukünftig sind gezielte Einzelfallerhebungen geplant, um exemplarisch festzustellen, welche Erfahrungen die Unternehmen bei der Ausgestaltung und Umsetzung gemacht haben.

Bei Interesse stehen unsere Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

ifaa-Studie: Anreiz- und Vergütungssysteme in der Metall- und Elektroindustrie

  • Betriebliche Weiterbildung

    Die Ergebnisse der Anreiz- und Vergütungsstudie zeigen, dass fast alle befragten Unternehmen ihre Beschäftigten regelmäßig fachlich weiterbilden. Auch andere Weiterbildungsmaßnahmen, z. B. hinsichtlich der Sozialkompetenz, Sprach- oder EDV-Kenntnissen, werden häufig angeboten, meist ausgewählten Teilen der Belegschaft.

  • Vorsorge und Gesundheit

    Einhergehend mit dem steigenden Gesundheitsbewusstsein der Gesellschaft, findet die Thematik der Gesundheitsvorsorge und ‑förderung auch im Rahmen der betrieblichen Angebote verstärkt Beachtung.

  • Sozialleistungen

    Es existiert eine Bandbreite unterschiedlicher zusätzlicher Sozialleistungen, die sich sowohl auf die Grundversorgung — Verpflegung, Getränke, Kleidung, Wohnen — beziehen können als auch auf weitergehende Dienstleistungen, die durch den Arbeitgeber organisiert und/oder finanziert werden.

  • Flexible Arbeitszeitgestaltung

    Beschäftigtenumfragen zeigen, dass Möglichkeiten der flexiblen Gestaltung von Arbeitszeit und -ort als besonders attraktiv empfunden werden. Für Arbeitgeber ist das Potenzial, über diese Leistungen die eigene Arbeitgeberattraktivität zu erhöhen und Fachkräfte langfristig zu binden, daher als sehr hoch einzuschätzen.

Hinweise bei der Ausgestaltung von Zusatzleistungen

Was wollen meine Mitarbeiter?

Finden Sie heraus, was ihre Beschäftigten wirklich wollen, und bieten Sie Leistungen an, die ankommen. Beispielsweise können Mitarbeiterbefragungen dabei helfen, die Bedarfe im Vorfeld zu erfassen.

Kollektive oder individuelle Ausschüttung?

Definieren Sie die Zielstellung, die Sie mit dem Angebot zusätzlicher Leistungen erreichen möchten. Davon abhängig sollten diese kollektiv oder anlassbezogen individuell (beispielsweise leistungsabhängig) angeboten werden.

Kommunikation von Zusatzleistungen

„Tue Gutes und rede darüber“ – nur wenn die Beschäftigten von dem bestehenden Angebot wissen, können sie dieses auch nutzen. Nutzen Sie beispielsweise Newsletter, das Intranet, Mitarbeiterversammlungen oder Infotafeln zur Kommunikation.

Kooperation mit regionalen Dienstleistern?

Nicht immer muss der Arbeitgeber finanziell unterstützen – vielleicht sind regionale Dienstleister zu einer Kooperation bereit? Diese bieten Ihren Mitarbeitern Rabatte an, dafür werben Sie im Betrieb und machen auf seine Produkte aufmerksam.

Ihre Ansprechpartner

Amelia Koczy M. Sc.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Telefon: +49 211 542263-12
Telefax: +49 211 542263-37

Dipl.-Ing.
Andreas Feggeler

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon: +49 211 542263-23
Telefax: +49 211 542263-37

Unsere Angebote und Produkte

Anreizsysteme in der Metall- und Elektroindustrie

Broschüren

Welche Zusatzleistungen erhalten die Beschäftigten? Die Studie bietet einen Überblick über freiwillige nicht monetäre Leistungen in der M+E-Industrie.

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Amelia Koczy über betriebliche Zusatzleistungen

Videos

Der Gedanke, präventiv auf die Gesundheit der Beschäftigten einzuwirken, findet sich zunehmend auch im Bereich der Vergütungssysteme wieder.

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Zusatzleistungen in KMU

Zahlen/Daten/Fakten

Mit freiwilligen, nicht monetären Zusatzleistungen werten viele Unternehmen ihre Vergütung auf. Die Auswertung zeigt, welche Leistungen KMU anbieten.

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