
ifaa-Trendstudie: Psychische Gesundheit im betrieblichen Kontext
Stellenwert von und Umgang mit psychischer Gesundheit
Wie ist es um das Thema Gesundheit in den befragten Betrieben bestellt?

Psychische Störungen sind für die Arbeitswelt relevant
In Deutschland ist innerhalb eines Jahres mehr als jeder vierte Erwachsene von einer psychischen Störung betroffen (dgppn 2025). In den aktuellen Gesundheitsberichten der gesetzlichen Krankenversicherungen zählen psychische Störungen zwar vergleichsweise selten zu den Ursachen von Arbeitsunfähigkeit. Tritt jedoch ein entsprechender Arbeitsunfähigkeitsfall ein, dauert dieser im Durchschnitt etwa fünf Kalenderwochen (BKK 2025). Psychische Störungen zählten in den Gesundheitsberichten für das Jahr 2024 zu den Top 3-Erkrankungsarten, die die meisten Fehlzeiten verursachten. Damit führen vergleichsweise wenige Fälle zu überdurchschnittlich hohen Fehlzeiten. Auch aus volkswirtschaftlicher Perspektive ist die Relevanz erheblich: Die Kosten psychischer und Verhaltensstörungen beliefen sich im Jahr 2023 auf rund 63,3 Milliarden Euro (Statistisches Bundesamt 2025). Zudem war 2023 in etwa 42 von 100 Fällen eine Erwerbsminderungsrente auf psychische Störungen zurückzuführen (Bundesministerium für Gesundheit 2026). Für die einzelnen Betriebe können die durch psychische Störungen bedingten Ausfallzeiten erhebliche Produktivitätseinbußen verursachen und zugleich zu zusätzlichem Aufwand bei Kolleginnen und Kollegen führen.
Trendstudie beleuchtet Gesundheit in Betrieben
Zwei Themenfelder psychischer Gesundheit wurden durch die Befragung betrachtet. Erstens wurde erhoben, in welcher Form Betriebe Beschäftigte unterstützen, die möglicherweise von einer psychischen Störung betroffen sind. Zweitens umfasste die Befragung Aspekte der gesetzlichen Anforderungen des Arbeitsschutzgesetzes, insbesondere die Einbeziehung psychischer Belastungsfaktoren in die Gefährdungsbeurteilung.
Die Trendstudie - auf einen Blick

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