Zeitschrift Gute Arbeit

Stellungnahme zum Interview von Klaus Pickshaus und Ralf Stuth zum Thema DGB-Index Gute Arbeit

Das IfaA distanziert sich inhaltlich ausdrücklich von den in der Zeitschrift „Gute Arbeit“ (Ausgabe 5/2009) im Interview von Klaus Pickshaus (KP) und Ralf Stuth (RS) zum Thema DGB-Index Gute Arbeit unter dem Titel: „Die Beschäftigten kennen ihre Arbeit am Besten - darum ist ihr Urteil unbedingt ernst zu nehmen.“ gemachten Aussagen.


Die Autoren greifen auf vereinzelte Sätze der vom IfaA veröffentlichten methodischen Kritiken zurück, zitieren diese aber falsch und aus dem Kontext gegriffen.

Weiterhin wird die auch von anderen Fachautoren vorgebrachte Kritik an der Methodik des DGB-Index Gute Arbeit ignoriert.

So heißt es z. B. in der Zusammenfassung bei J. Prümper und G. Richenhagen, Arbeitswissenschaftliche Bewertung des DGB-Index ‚Gute Arbeit’, In: Zeitschrift für Arbeitswissenschaft 63 (2), S. 175-187 (2009):
„Der DGB-Index ‘Gute Arbeit’ erhebt den Anspruch, auf wissenschaftlicher Grundlage eine fundierte Berichterstattung über die Arbeitsqualität in Deutschland zu liefern. Dieser Beitrag setzt sich aus arbeitswissenschaftlicher Sicht kritisch mit diesem Index auseinander und begründet ausführlich, warum seine Anwendung - trotz der zugrunde liegenden guten Idee - nicht empfohlen werden kann: Die wissenschaftlichen Gütekriterien werden nicht überprüft, die Bewertungsmethodik enthält Konstruktionsfehler, der Index eignet sich in der vorliegenden Form nicht für die betriebliche Anwendung und der Grenzwert sowie das Berechnungsverfahren sind dabei so gewählt, dass von vornherein nur sehr wenige Arbeitsplätze das Prädikat „gute Arbeit“ erhalten können."

Das IfaA beteiligt sich gern an einer sach- und fachlichen Diskussion, die aber frei von Ideologien und Polemiken sein sollte.