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ifaa Trendbarometer Arbeitswelt

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Sehr geehrte Damen und Herren,

die neue Erhebung zum ifaa-Trendbarometer findet ab September 2014 statt.

Bei Fragen zum ifaa-Trendbarometer wenden Sie sich bitte an:

Andreas Feggeler
Telefon: 0211 542263-23
E-Mail: a.feggeler(at)ifaa-mail.de

Die Auswertung der Frühjahrserhebung 2014 im Einzelnen

Arbeitszeitflexibilität ist derzeit das bedeutendste Thema der Arbeits- und Betriebsorganisation

Das Wichtigste kurz und prägnant vorab:

Das Thema Arbeitszeitflexibilität ist für die befragten Experten aus Unternehmen, Wissenschaft und Verbänden aktuell das wichtigste Thema der Arbeitsorganisation. Diese Einschätzung ist auch unabhängig von der Unternehmensgröße.
Sehr dicht gefolgt mit nur geringem Abstand folgt das Thema  Prozessorganisation und ist damit weiterhin eines der absoluten Spitzenthemen.
Der gesetzliche Arbeits- und Gesundheitsschutz gewinnt weiter an Bedeutung. Wurde diesem Thema vor einem Jahr noch eine mittlere Bedeutung zugesprochen, gehört es nun zu den Top 5 der abgefragten Themen.
Im Bereich der deutlich relevanten Themen konnte sich das Thema kontinuierliche Verbesserung — wie schon in den Jahren zuvor — weiter halten.
Zwei Themen, die erstmalig abgefragt wurden, zeigen zwei sehr unterschiedliche Ergebnisse in der Beurteilung:
Das Thema Fachkräftesicherung schaffte sofort den Sprung in den oberen Bereich und landete auf Platz 5. Offensichtlich wird diesem Thema — wie auch in der Öffentlichkeit diskutiert — bei den Befragten eine sehr hohe Bedeutung zugesprochen.
Das Thema Industrie 4.0 belegte den vorletzten Platz. Hier klafft eine offensichtliche Lücke zwischen der medial allgegenwärtigen Berichterstattung und der betrieblichen Umsetzung.


Trendbarometer Arbeitswelt ifaa-Trendbarometer: Auswertung Sommer 2014

An der Frühjahrserhebung 2014 beteiligten sich über 600 Experten
Das ifaa-Trendbarometer »Arbeitswelt« gibt Auskunft über die Bedeutung von Themen der Arbeits- und Betriebsorganisation sowie der Arbeitswissenschaft. In der Zeit von Januar bis August 2014 haben sich dieses Mal deutlich über 600 Personen aus Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft an der Befragung beteiligt. Die Experten, die ihre Einschätzungen abgegeben haben, kamen überwiegend aus der Wirtschaft (76 %). Darüber hinaus haben sich aus den Verbänden 12 %, der Wissenschaft 2 % und aus sonstigen Bereichen 10 % beteiligt. Diese Zusammensetzung entspricht in etwa derjenigen der vergangenen halbjährlichen Erhebungen.
Bei den Teilnehmern aus der Wirtschaft wurde auch die Betriebsgröße der Unternehmen erfasst. Die Rückläufe stammen anteilig zu 47 % aus Unternehmen mit 500 und mehr Beschäftigen, 42 % Unternehmen mit 100 bis 499 Beschäftigten und 11 % Unternehmen mit bis zu 99 Beschäftigten.


Rangfolge der Einzelthemen


In der Frühjahrserhebung haben sich bei den 5 Topthemen gegenüber der Herbsterhebung 2013 insgesamt nur wenige Veränderungen ergeben. So sind die Themen Arbeitszeitflexibilität, Prozessorganisation, gesetzl. Arbeits- und Gesundheitsschutz und kontinuierlicher Verbesserungsprozess in diesem Bereich verblieben. Allerdings hat sich die Einschätzung hinsichtlich der Bedeutung verändert: So steht das Thema Arbeitszeitflexibilität nun mit knappem Vorsprung vor dem Thema Prozessorganisation an der Spitze. Die Bedeutung des Themas gesetzlicher Arbeits- und Gesundheitsschutz hat zugenommen, entsprechend wurde das Thema kontinuierlicher Verbesserungsprozess vom zuvor zweiten auf den vierten Platz verdrängt. Alle vier Themen liegen aber dicht zusammen. Das neu abgefragte Thema Fachkräftesicherung schafft es auf Anhieb auf den 5. Platz und hat das Thema Führungsmanagement verdrängt.
Im Mittelfeld sind die beiden Themen Leistungsbeurteilung und Leistungsentgelt im Vergleich zur vorhergehenden Befragung in der Bewertung deutlich abgefallen. Das Thema Produktionssysteme konnte sich auf dem 6. Platz behaupten. Durch das aus dem Top-5-Bereich kommende
Thema Führungsmanagement wurden die Themen Arbeitszufriedenheit und ergonomische Arbeitsgestaltung um eine Rangstufe nach unten versetzt. Ebenso verlor das Thema arbeitsbezogene psychische Belastung einen Rang.
Die beiden Themen aus der vorhergehenden Befragung demografische Entwicklung und Prozessoptimierung im Bürobereich wurden nicht mehr erhoben. Hierfür neu hinzugekommen sind die beiden Themen Fachkräftesicherung und Industrie 4.0. Das Thema Fachkräftesicherung ist wie bereits beschrieben in den obersten Bereich »durchgestartet«. Dass das Thema Industrie 4.0 einen sehr schwachen vorletzten Platz belegt, ist bei näherem Hinsehen nicht überraschend. Das Thema ist in der betrieblichen Umsetzung sehr neu und lässt sich noch nicht einfach fassen. Vieles von den möglichen Auswirkungen auf die Arbeitswelt der Zukunft muss erst noch deutlicher werden.
Als unbedeutendere Themen werden — wie zuvor — alternsgerechte sowie lebenssituationsabhängige Arbeitszeiten und Einsatz von Werkverträgen gesehen. Abb. 1

Einschätzung zur Bedeutungsentwicklung der Themen

Erstmalig wurden die Experten in der Frühjahrserhebung 2014 auch gebeten, vermutete Trends zu den Themen zu kennzeichnen. Gefragt war die »erwartete Bedeutung 2015«. Die Antwortmöglichkeiten teilten sich auf in »abnehmend«, »gleichbleibend« und »steigend«. Wenngleich auch Meinungen vertreten waren, dass Themen in der Bedeutung abnehmen, so ist bei der Betrachtung über das gesamte Feld der Befragten aber eine mehr oder weniger noch weitere Zunahme festzustellen. Absolut herausragend sind die Themen Fachkräftesicherung und arbeitsbezogene psychische Belastung. Abb. 2

Bedeutung der Themen in Abhängigkeit von der Unternehmensgröße.

Wie bei den Erhebungen zuvor auch immer wieder deutlich wurde, gibt es Unterschiede bei der Beurteilung der Themen zwischen kleineren und großen Unternehmen. Wiederholt zeigt sich dies bei den Themen betriebliches Gesundheitsmanagement und Produktionssysteme. Kaum Unterschiede gibt es z. B. bei den Themen Arbeitszeitflexibilität, Fachkräftesicherung und Arbeitszufriedenheit. Auseinander gedriftet sind gegenüber der Erhebung im Herbst 2013 die Themen gesetzlicher Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie ergonomische Arbeitsplatzgestaltung. Abb. 3

Den aktuellen Fragebogen zur Frühjahrs- und Herbsterhebung finden Sie auf unserer Internetseite www.arbeitswissenschaft.net und bei den Veranstaltungen der Verbände und des ifaa.


Wir bitten weiterhin um eine starke Beteiligung bei der Einschätzung der Bedeutung der Themen und um Ergänzung um die für Sie relevanten Aufgaben. Gerne erwarten wir Ihre Antworten aus der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Verbänden!

Trendbarometer
Arbeitswelt
Ansprechpartner:
Andreas Feggeler
Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (ifaa)
Uerdinger Straße 56, 40474 Düsseldorf
Telefon: 0211-542263-23
a.feggeler@ifaa-mail.de
www.arbeitswissenschaft.net