KI – Künstliche Intelligenz und Lernende Systeme

Analysen und Vorhersagen durch maschinelles Lernen verändern die Arbeitswelt 4.0

KI-Systeme sind Software, Maschinen oder Roboter, die abstrakt beschriebene Aufgaben eigen­ständig erledigen, ohne dass jeder Schritt vom Menschen program­miert wird. Sie basieren auf Methoden des maschinellen Lernens (Teil­gebiet der künstlichen Intel­ligenz). Viele Systeme setzen Trainings­modelle ein und können mithilfe eines Lern­algorithmus im laufenden Betrieb weiter­lernen und vorab trainierte Modelle verbessern. Sie sollen sich auch an veränderte Beding­ungen und ihre Umwelt anpassen können.

KI-Technologie und Lernende Systeme haben das Potenzial, im Bereich der Informations- und Wissens­arbeit die Flut an arbeits­relevanten Informationen zu reduzieren bzw. zu kanalisieren. Lernende Roboter­systeme und KI-basierte Auto­matisierungs­lösungen im Bereich der Produktions­arbeit können stark bean­spruchende physische Tätigkeits­anteile übernehmen. Es besteht die Aus­sicht, dass Beschäf­tigte in einer KI-geprägten Arbeits­welt tendenziell verminderte Belast­ungen erfahren werden können. Dies wirkt sich im besten Fall positiv auf die Belastungs­wirkungen der Beschäf­tigten aus.

Das ifaa unterstützt seine Mitglieds­verbände und deren Mitglieds­unternehmen unter anderem durch:

Unsere Position

Künstliche Intelligenz (KI) wird die prägende Universaltechnologie des Jahrhunderts. KI bietet nicht nur allerhand Chancen für innovative Geschäftsmodelle von Unternehmen und Institutionen. Die Arbeitswelt in den Unternehmen erfährt ebenfalls umwälzende Veränderungen. Steht die Arbeitswelt derzeit im Fokus der vernetzten Digitalisierung und der Flexibilisierung von Arbeitsort, ‑zeit, ‑organisation sowie Handlungsfreiheit, so wird sie durch KI-Instrumente und Arbeitssysteme mit intelligenter Assistenz, lernende Roboter und benutzeroptimierte Informationsbereitstellung bereichert. Für die Beschäftigten bedeutet der Einsatz von KI noch mehr Flexibilität, anspruchsvollere Tätigkeiten, individuell angepasste Informationen sowie Erleichterung bei monotonen geistigen Routinetätigkeiten.

Die Bedeutung der KI für die Arbeitswelt

  • Arbeitszeit
    Supervisor and manual worker using digital tablet in metal industry

    Arbeitszeit

    KI-Lösungen können dazu beitragen, die Flexi­bilisierung und zunehmende Komplexität in der Arbeits­zeit­gestaltung durch Auto­matismen und lernende Algo­rithmen beherrsch­barer und trans­parent zu machen. Sie bieten das Potenzial, die Arbeits­zeit­gestaltung den Wünschen von Betrieben und Beschäftigten ent­sprechend pass­genauer und mit deutlich geringerem Aufwand zu realisieren, sodass Führungs­kräfte sich auf wichtige Dinge konzen­trieren können und Beschäftigte die Möglich­keit haben, über die Arbeits­zeit zunehmend eigen­verantwortlich zu entscheiden (z. B. im Rahmen von Schicht­plänen).

  • Leistungsfähigkeit

    Leistungsfähigkeit

    KI kann zu neuen Formen der Führung, Arbeits­organisation und Unter­nehmens­kultur führen. Sie kann die Leistungs­fähigkeit der Beschäf­tigten fördern und ungünstige Belast­ungs­konstel­lationen reduzieren, z. B. indem Planungs­aufgaben oder Muster­erkennung von KI über­nommen und Analysen und Vorher­sagen schneller und genauer durchgeführt werden. Die Chancen bestehen darin, Arbeit mit KI so zu gestalten, dass die Beschäf­tigten bei ihren Aufgaben unter­stützt und entlastet werden, ihre Leistungs­fähig­keit erhalten bleibt und die Arbeit produktiver wird. Das Risiko besteht darin, dass neuartige Belastungs­faktoren nicht erkannt oder nicht beachtet werden und es durch die Arbeit für die Beschäf­tigten zu möglicher­weise die Gesund­heit beeinträch­tigenden Beanspruch­ungsfolgen kommt.

  • Produktionssystemgestaltung

    Produktionssystemgestaltung

    Heutige Beispiele für KI-Systeme finden sich in der Bild­erkennung im Produk­tions­bereich, in Assistenz­systemen in der Montage oder in der Mensch-Roboter-Kollabo­ration: Dank funktional integrierter Mechanik, Elektronik und Steuerungs­technik können heutige Industrie­roboter bereits einfach und intuitiv bedient werden, und Mensch und Maschine können effektiv zusammen­arbeiten. Mithilfe der KI und der Aus­stat­tung mit Sensoren sollen Roboter „intel­ligenter“ und befähigt werden zu sehen, zu hören und zu fühlen. Ziel der Entwicklung ist, dass Industrie­roboter sich ohne großen Programmier­aufwand intuitiv über einfache Kommandos oder Gesten steuern lassen und durch Nach­ahmung kompletter Arbeits­abläufe selbst­ständig von „mensch­lichen Kollegen“ lernen.

Das ifaa ist Partner des Wissen­schafts­jahres 2019 – Künst­liche Intel­ligenz

Das Wissen­schafts­jahr ist eine Initiative des Bundes­ministeriums für Bildung und Forschung. Dieses Jahr beschäf­tigen sich Wissen­schaftler­innen und Wissen­schaftler aus ganz Deutsch­land mit der Künst­lichen Intel­ligenz. Das ifaa ist 2019 offizieller Partner. Mit der Initiative möchte das Ministerium den Bürgerinnen und Bürgern Wissen­schaft nah bringen. Daran beteiligt sich das ifaa mit Veröffent­lichungen, Blog­beiträgen, Informa­tionen zu Projekten und Veran­staltungen.

Weitere Informa­tionen gibt es hier:
www.wissenschaftsjahr.de

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Ihre Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. habil.
Sascha Stowasser

Institutsdirektor
Telefon: +49 211 542263-15
Telefax: +49 211 542263-37

Dr. phil.
Martina C. Frost

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Telefon: +49 211 542263-43
Telefax: +49 211 542263-37

Dipl.-Arb.-Wiss.
Veit Hartmann M. A.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon: +49 211 542263-27
Telefax: +49 211 542263-37

Dipl.-Ing.
Sebastian Terstegen

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon: +49 211 542263-42
Telefax: +49 211 542263-37