Tag der Rückengesundheit am 15.03.2019: Starker Rücken am Arbeitsplatz

Der Tag der Rückengesundheit 2019 fordert mit "Stärke deine Muskeln - bleib' rückenfit!" zum gezielten, rückengerechten Krafttraining auf. Trotz des Wandels der Arbeitswelt, der ermöglicht, dass durch zum Beispiel Assistenzsysteme Belastung bei körperlichen Tätigkeiten reduziert wird, kommt es im Vergleich zu den Vorjahren zu keinem erheblichen Rückgang von Rückenerkrankungen. „Prävention ist und bleibt ein zentraler Aspekt bei der Erhaltung der Rückengesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten,“ so Dr. Anika Peschl, wissenschaftliche Expertin des ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft.

Düsseldorf - 13.03.2019 - Laut Statistikreports der Krankenkassen belegen Rückenleiden nach Atemwegserkrankungen weiterhin den zweiten Rang bei den Ursachen für Arbeitsunfähigkeit von Beschäftigten. Nach bundesweiten Auswertungen von Daten der BARMER sind allein 10 Prozent der gemeldeten Arbeitsunfähigkeitszeiten auf Krankheiten der Wirbelsäule und des Rückens zurückzuführen.

Unternehmen können im Rahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes durch verhältnis- und verhaltenspräventive Maßnahmen dazu beitragen, die Rückengesundheit ihrer Beschäftigten zu stärken. Zum Beispiel so:

1. Förderung betrieblicher Gesundheitsbedingungen durch den Betrieb (zum Beispiel durch eine ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes in der Produktion und im Büro).

Die Checkliste Ergonomie des ifaa unterstützt Experten für Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung bei einer ersten orientierenden ergonomischen Bewertung von Arbeitsplätzen, Tätigkeiten, Arbeitsmitteln und der Arbeitsumgebung. Die ifaa-Checkliste Ergonomie gibt es gratis unter: www.arbeitswissenschaft.net/Checkliste_Ergonomie

2. Eigenverantwortung der Beschäftigten hinsichtlich der eigenen Rückengesundheit stärken (Zum Beispiel können Führungskräfte Mitarbeiter motivieren Muskeltraining und Entspannungstechniken in den privaten Alltag zu integrieren sowie bei sitzender Bürotätigkeit zwischendurch Geh- und Stehpausen/-tätigkeiten auszuführen.)

3. Unterstützung persönlicher Gesundheitsentwicklung der Beschäftigten durch den Betrieb (beispielsweise durch ein Angebot von Trainings zur Rückenkräftigung, Einführung aktiver Pausen oder Unterstützung der Stressbewältigung durch zum Beispiel Resilienztrainings). Ein Tipp: Für Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung können Arbeitgeber jährlich pro Beschäftigten 500,00 € lohnsteuerfrei investieren ((EStG), § 3 Nr. 34)).

Christine Molketin M.A.

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: +49 211 542263-26
Telefax: +49 211 542263-37