Neue Belastungsarten in der Arbeitswelt gestalten – Zahlen, Daten, Fakten vom ifaa

Die Digitalisierung verändert die Art und Weise, wie wir in Zukunft arbeiten werden. Die Einführung cyber-physischer Systeme (CPS) in die Betriebe kann Arbeit erleichtern und Personen bei der Arbeit unterstützen. Ebenso bieten die neuen Systeme Möglichkeiten zur Bewältigung bereits bestehender Belastung. Es können aber auch neue Belastungsfaktoren entstehen, die es zu erkennen und zu gestalten gilt. Das ifaa klärt auf: https://www.arbeitswissenschaft.net/zdf-belastungsarten-40

Düsseldorf, 14.02.2019

„Die Chancen der Einführung cyber-physischer Systeme bestehen darin, Arbeit 4.0 so zu gestalten, dass die Beschäftigten durch die Systeme unterstützt und entlastet werden, ihre Leistungsfähigkeit erhalten bleibt und die Arbeit produktiver wird“, so Dr. Martina Frost, wissenschaftliche Expertin des ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. Das Risiko besteht darin, dass neuartige Belastungsfaktoren (und auch Ressourcen) nicht erkannt oder nicht beachtet werden und es durch die Arbeit für die Beschäftigten zu möglicherweise die Gesundheit beeinträchtigenden Beanspruchungsfolgen kommt.

Das Potenzial: Arbeit gesund und sicher zu gestalten

Die neuen Technologien bieten zahlreiche Potenziale, Arbeit gesund und sicher zu gestalten. Assistenzsysteme können zum Beispiel zu einer geringeren psychischen Beanspruchung führen, indem diese gezielt Informationen je nach Aufgabe, oder auch je nach Kompetenzen einer Arbeitsperson bereitstellen. Das Prinzip, das dahintersteht, lässt sich mit der Nutzung von Navigationssystemen vergleichen. Sie geben ein bestimmtes Ziel ein und das System stellt ihnen nur genau die Informationen zur Verfügung, die sie vorher angefragt haben (z.B. schnellste Route, Hotels in der Nähe etc.). Somit lässt sich Komplexität deutlich verringern. Voraussetzung ist natürlich, dass sie ihr Ziel genau kennen und entsprechend Prioritäten setzen können. Ähnlich können auch die im Arbeitsprozess gesammelten Daten (z.B. Bewegungsdaten, Produktivitätskennzahlen,), Datenschutz vorausgesetzt, erfasst werden, um  eine Analyse möglicher Belastung zu erstellen. Auf dieser Grundlage können frühzeitig Maßnahmen zur produktiven und menschengerechten Gestaltung der Arbeitsbedingungen geplant werden

Um diese Potenziale zu nutzen, kann es bei der Einführung der neuen Technologien im Betrieb hilfreich sein, Kenntnissen über die Wirkmechanismen von CPS, die Kriterien nach denen Software die Systeme steuert oder aber auch Datenschutz, Datensicherheit und Datenqualität an Führungskräfte und Beschäftigte zu vermitteln.

Das neue Faktenblatt des ifaa liefert weitere Maßnahmen und umfassende Informationen zum Umgang mit neuen Belastungsarten in der Arbeitswelt 4.0. Es klärt Begrifflichkeiten anhand von Definitionen und zeigt an Beispielen, welche Belastungen und Chancen in der Arbeitswelt entstehen können.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Christine Molketin (c.molketin(at)ifaa-mail.de / 0211 542263-26). Gerne vermitteln wir Interviews mit unseren Experten.

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Christine Molketin M.A.

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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