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Die Babyboomer gehen in Rente - Risiko oder Chance für Deutschland?

Der öffentliche Sektor und Wirtschaft warnen schon lange: Eine Pensions- und Renteneintrittswelle geburtenstarker Jahrgänge rollt auf Deutschland zu. Es drohen laut Prognosen hunderttausende nicht besetzte Stellen in öffentlicher Verwaltung und Wirtschaft. Auf der anderen Seite wird gleichzeitig vor dem Verlust von Arbeitsplätzen durch Digitalisierung und Automatisierung gewarnt. Stellt sich die Frage, ob beide Risiken zusammenbetrachtet nicht eine Chance für Deutschland darstellen. „Neue digitale Technologien wie Robotic Process Automation (RPA) können einen Beitrag leisten, dem drohenden Personalmangel zu begegnen und gleichzeitig die Produktivität und damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Staat und Wirtschaft zu verbessern. Software-Roboter – sogenannte Bots – können für informationstechnische Routinetätigkeiten in unterschiedlichen Branchen, Funktionsbereichen und IT-Systemen genutzt werden,“ so Dipl.-Wirt. Ing. Olaf Eisele, wissenschaftlicher Experte des ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. Ein Faktenblatt des ifaa erläutert, was sich hinter RPA verbirgt. https://www.arbeitswissenschaft.net/ZDF_RPA

Düsseldorf, 20.01.2020

RPA als Chance

„RPA sollte als Chance genutzt werden, Personalmangel bei administrativen Routinetätigkeiten im Umfeld von IT-Systemen zu mildern oder gar zu verhindern. Damit kann gleichzeitig die Produktivität von öffentlicher Verwaltung und Unternehmen verbessert werden,“ erläutert Eisele.

Weitere Vorteile sind:

  • Bots arbeiten in gleichbleibender Qualität und Genauigkeit,
  • sie sind anpassbar an unterschiedliche Kapazitätsauslastungen,
  • sie ermöglichen kürzere Reaktions- und Durchlaufzeiten für Kundenaufträge und
  • sie sind kostengünstig.

„Aus diesen Gründen kann bei Beschäftigten Widerstand entstehen aus Angst vor einem Arbeitsplatzverlust. Diese Angst ist zwar verständlich, kann aber durch eine offene Kommunikation genommen werden,“ so Eisele. Denn Beschäftigte haben so mehr Zeit für andere Arbeit, die ohne den Menschen nicht machbar ist. Zum Beispiel eine individuelle Kundenbetreuung, kreative Arbeit oder auch Führungsaufgaben.

„Maßnahmen zum Umgang mit den anstehenden Pensions-/Renteneintrittswellen sollten sich nicht vorrangig auf die Suche nach Ersatzpersonal bei gleicher Produktivität beschränken, sondern auch auf Produktivitätsverbesserungsprojekte, bspw. die Entlastung der Mitarbeiter von unnötigen Routineaufgaben konzentrieren. Helfen können hier neben bekannten Lean-Methoden auch neue Digitalisierungstechnologien wie RPA und andere I4.0-Werkzeuge,“ ergänzt der Wissenschaftler.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Christine Molketin (c.molketin(at)ifaa-mail.de / 0211 542263-26). Gerne vermitteln wir Interviews mit unseren Experten.

 

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Christine Molketin M.A.

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: +49 211 542263-26
Telefax: +49 211 542263-37