Datenschutz bei mobiler Arbeit: Wie können Datenschutz und Datensicherheit gewährleistet werden?

ifaa-Checkliste gibt Überblick über betriebsindividuelle Handlungsbedarfe

Die ifaa-Checkliste zur Gestaltung mobiler Arbeit wurde überarbeitet und an die Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union sowie des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG neu) angepasst.  „Sie gibt Betrieben Informationen und Tipps, wie diese die Anforderungen umsetzen können,“ so Dr. Ufuk Altun, wissenschaftlicher Experte des ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft. Kostenloser Download: https://www.arbeitswissenschaft.net/Checkliste_mobile_Arbeit 

Düsseldorf, 16.01.2020

Die Bedeutung von mobiler Arbeit nimmt zu

"Orts- und zeitflexible Arbeit liegt im Trend der Zeit und ist eine wichtige Errungenschaft der Arbeitswelt 4.0. Wir gehen davon aus, dass sich in Zukunft der Anteil der Beschäftigten, die orts- und zeitflexibel arbeiten werden, noch weiter stark erhöhen wird,“ so Prof. Dr. Sascha Stowasser, Direktor des ifaa. Eine Erkenntnis aus dem aktuellen Gutachten des ifaa zur mobilen Arbeit*. Auch über die Hälfte der Angestellten erwartet eine Ausweitung der mobilen Arbeit**.

Wie sieht Datenschutz und Datensicherheit konkret aus? Tipps aus der ifaa-Checkliste

  • Die Vertraulichkeit der Daten ist gesichert.
  • Das Betriebssystem ist mit einem Passwort versehen.
  • Die elektronische Datenübertragung ist nach dem Stand der Technik verschlüsselt.
  • Der Zugriff auf Daten oder Programme von mobilen Endgeräten ist gesichert.
  • Für die Datenübertragung werden VPN-Zugänge genutzt.
  • Es werden regelmäßig Schulungen der Beschäftigten und Führungskräfte zum datensicheren und datenschutzgerechten Umgang mit mobilen Endgeräten angeboten.
  • Die Verantwortlichkeiten im Umgang mit personenbezogenen Daten sind schriftlich festgelegt.
  • Die räumlichen Anforderungen wie zum Beispiel separates und abschließbares Arbeitszimmer sind geklärt.
  • Regeln zur Datensicherung und Regeln für den Fall des Verlusts des Endgerätes sind festgelegt.

Die Bedeutung der DSGVO für die Unternehmen

Seit dem 25. Mai 2018 ist die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in der gesamten Europäischen Union verbindlich anwendbar. Gleichzeitig trat im Juni 2017 auch ein neues Bundesdatenschutzgesetz in Kraft, das sogenannte BDSG-neu.

Mit der Einführung der neuen Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG neu) muss gewährleistet sein, dass insbesondere personenbezogene Daten ausreichend gesichert und vor Zugriffen unbefugter Dritter geschützt werden. Die DS-GVO gibt im Artikel 32 technisch organisatorische Maßnahmen vor, mit denen die Sicherheit der Datenverarbeitung gewährleistet werden soll. Das Unternehmen muss sicherstellen, dass die datenschutzrechtlichen Anforderungen eingehalten werden (§ 64 BDSG neu und Art. 32 DS-GVO). Zudem müssen die Arbeitgeber ihre Beschäftigten im Rahmen der Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) auf die Anforderungen aus den Datenschutzvorschriften nach der DS-GVO hinweisen und sie zu deren Beachtung und Einhaltung verpflichten. Diese Pflicht folgt aus der Weisungsgebundenheit der Beschäftigten im Datenschutz (Art. 29 DS-GVO).

 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Christine Molketin unter c.molketin(at)ifaa-mail.de /0211 542263-26. Gerne vermitteln wir auch Interviews mit unseren Experten.

 

* www.arbeitswissenschaft.net/gutachten-mobile-arbeit/

** https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Homeoffice-danke-Angestellte-arbeiten-lieber-Buero-Hause

 

 

 

Christine Molketin M.A.

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: +49 211 542263-26
Telefax: +49 211 542263-37