Wir brauchen - DICH! ifaa veröffentlicht Factsheets zur Fachkräftesicherung in ländlichen Regionen

Obwohl die Bevölkerungszahl nach neuen Berechnungen wachsen statt schrumpfen wird*, verlieren ländliche Regionen und Regionen im Osten Deutschlands durch Abwanderung Einwohner. Das stellt Unternehmen vor die Herausforderung, neue Wege zu gehen, um Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden. Das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (ifaa) hat zwei Factsheets entwickelt, die Unternehmen Lösungsansätze bieten. www.arbeitswissenschaft.net/downloads/zahlen-daten-fakten/

„Diese Regionen verlieren vor allem junge Leute im erwerbsfähigen Alter“, erläutert Sibylle Adenauer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ifaa. Städte und Ballungsräume bieten bessere Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten und attraktivere Lebensbedingungen. „Die neuen Factsheets vom ifaa bieten praxisnahe Lösungsansätze, besonders für kleine und mittlere Unternehmen, wie sie dem Fachkräftemangel entgegenwirken können.“

Lösungsansätze für Unternehmen in ländlichen Regionen. Beispiele:

 Zuerst müssen Unternehmen eine Situationsanalyse durchführen, um betriebsspezifischen Handlungsbedarf zu erkennen und abzuleiten.

 Ein ansprechendes Employer Branding positioniert das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber und erhöht die Bekanntheit. Es hilft, Auszubildende und Fachkräfte besser und schneller zu finden und an das Unternehmen zu binden.

 Unternehmen sollten auch überregional rekrutieren und können hierzu das Programm JOBSTARTER des Bundesministeriums für Bildung und Forschung nutzen.

Unternehmen können die Beschäftigten beim Erhalt der Arbeits- und Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft unterstützen, um bis zum Renteneintritt gesund zu bleiben.

Zusätzlich ist eine bedarfsgerechte  altersübergreifende Qualifizierung notwendig, um Beschäftigte zu befähigen, mit neuen und veränderten Anforderungen z. B. durch Digitalisierung und Industrie 4.0 Schritt zu halten.

Unternehmen können Netzwerke nutzen und somit von Synergieeffekten profitieren.

*Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), Statistisches Bundesamt, Bertelsmann Stiftung

 

Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. © 2017 ifaa