Wie viel Digitalisierung braucht die Produktion?

„Wir brauchen nicht so viel Digitalisierung wie möglich, sondern wie notwendig. Was nötig ist, muss jedes Unternehmen individuell bestimmen. Deshalb werden wir viele unterschiedliche betriebsspezifische Formen der Umsetzungen von Industrie 4.0 erleben“, so Dr. Frank Lennings anlässlich der Regensburger Produktionstage am 17.04.2018. Der Leiter des Fachbereichs Unternehmensexzellenz des ifaa - Institut für angewandte Arbeitswissenschaft - spricht anlässlich des Forums über die Zukunft der Digitalisierung in den Unternehmen. Weitere Informationen: produktionstage.com/58.html

Potenzial Industrie 4.0

„Industrie 4.0 hat das Potenzial, Unternehmen und Mitarbeiter bei den zukünftigen Herausforderungen zu unterstützen, die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu erhalten und Arbeitsplätze zu sichern. Wir müssen dieses Potential nutzen“, so Lennings.

Aber wie sieht sie aus, die Zukunft der Industrie? „Wir wünschen uns eine einfache Antwort auf diese Frage. Wir möchten gern genau wissen, wie sich Produktionsarbeit, der Bedarf an Mitarbeitern unterschiedlicher Qualifikationen, der Umfang von Robotereinsatz und Automatisierung, der Qualifizierungsbedarf der Mitarbeiter und die Anforderungen an die Führungskräfte entwickeln werden. Diese einfache Antwort wird es nicht geben. Stattdessen werden wir eine Vielfalt an betrieblichen Umsetzungsformen erleben.“

Digitalisierung mündet nicht zwangsläufig in Automatisierung

Auch in der Industrie 4.0 wird es Tätigkeiten geben, deren Automatisierung weder möglich noch sinnvoll ist. Digitalisierung mündet nicht zwangsläufig in Automatisierung. „Digital optimiertes Informationsmanagement zur Unterstützung des Menschen bei planerischen, steuernden, ausführenden und überwachenden Tätigkeiten bietet - unabhängig von der Automatisierung -  Verbesserungsmöglichkeiten, die noch lange nicht umfänglich erkannt und erschlossen sind.“

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie bei Christine Molketin (c.molketin[AT]ifaa-mail[DOT]de/ 0211 542263-26). Gerne vermitteln wir ein Interview mit unserem Experten.

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