Wie können wir Produktionsarbeit in Deutschland halten? Dr. Frank Lennings über Chancen und Möglichkeiten

„Das Durchschnittsalter der Belegschaften altert. Die Industrie steht vor der Herausforderung trotzdem leistungsfähig und produktiv zu bleiben. Hierzu bieten sowohl Instrumente des Lean Managements als auch Digitalisierung und Industrie 4.0 zahlreiche Möglichkeiten“, so Dr. Frank Lennings vom ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft. Der Leiter des Fachbereichs Unternehmensexzellenz referiert am 25.4.2018 anlässlich des Demografie-Fachtages „Produktionsarbeit in Deutschland – mit alternden Belegschaften. Weitere Infos: www.demografie-netzwerk.de/vwt/cms_de.nsf/news/B8A9B806CB5FA152C12581F7002B9BCC

Gestaltungspotenziale der Digitalisierung

Diese Potenziale lassen sich vornehmlich in energetische und informatorische Arbeit unterteilen. „Bei energetischer Arbeit können Assistenzsysteme den Menschen unterstützen und entlasten. Das zum Beispiel durch Kollaboration, fahrerlose Transportsysteme oder durch drohnengestützte Inventur“, erläutert Lennings.

Bei der informatorischen Arbeit ergeben sich Potenziale in der Erfassung, Aufbereitung und Bereitstellung von Informationen zur Unterstützung des Menschen. So werden beispielsweise produktspezifische Informationen per Monitor für die Montage oder Fehlerbehebung direkt am Produkt per Tablet PC bereitgestellt. „Zudem können Systeme alternative Fertigungsfolgen bei Krankheit, Maschinenausfällen oder anderen Störungen vorschlagen“, so Lennings. Assistenzsysteme unterstützen auch bei der Planung individueller Arbeit, beispielsweise durch personifizierte Einsatzplanung.

„Insgesamt müssen die Unternehmen individuell entscheiden, was sich vor Ort eignet. Es wird keine einheitliche Umsetzung geben, die Möglichkeiten sind vielfältig“, fasst der Experte zusammen.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie bei Christine Molketin (c.molketin[AT]ifaa-amil[DOT]de / 0211 542263-26). Gerne vermitteln wir auch Interviews mit unseren Experten.

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