Wie können wir die Produktionsarbeit in Deutschland mit alternder Belegschaft halten?

Experten des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. (ifaa) referieren auf der A+A 2017 in Düsseldorf

 

In diesem Jahr sprechen die wissenschaftlichen Experten des ifaa darüber, wie Beschäftigte gesund und fit bis zum Renteneintritt arbeiten können und damit der Produktionsstandort Deutschland gestärkt wird. „Das ist ein Zusammenspiel aus eigener Initiative der Beschäftigten sowie Vorsorge und Angebot der Betriebe“, so Dr. Frank Lennings in Vorankündigung seines Vortrags im Rahmen der Vortragsveranstaltung „Produktionsarbeit in Deutschland – mit alternden Belegschaften“ am 19.10.2017 in Halle 10 der A+A 2017 in Düsseldorf.

Die Themen des Instituts während der Vortragsveranstaltung am 19.10. sind vielfältig. Anna Peck stellt um 12:40 ein Workshop-Konzept zum Umgang mit dem Alterssimulationsanzug und den daraus resultierenden Erfahrungen vor. Mit dem Anzug wird das Alter auch für Jüngere erlebbar. Durch das Zusammenwirken verschiedener Komponenten wird ein Effekt erzielt, der den Einschränkungen sensomotorischer Fähigkeiten im Alter sehr nahekommt. So kann dieser für verschiedene Zwecke in Unternehmen eingesetzt werden: zum Beispiel für das Sensibilisieren für Präventionsverhalten oder für die Arbeit in altersgemischten Teams, für das Einrichten alternsgerechter Arbeitsplätze und das Entwickeln alternsgerechter Produkte.

 

Dr. Catharina Stahn spricht um 16:00 Uhr über: „Psychische Gefährdungsbeurteilung bei Produktionsarbeit“. Sie beleuchtet den Einsatz und die Notwendigkeit der psychischen Gefährdungsbeurteilung vor dem Hintergrund der zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung in der Arbeitswelt 4.0. Als zentrales Instrument im Arbeits- und Gesundheitsschutz bietet die Gefährdungsbeurteilung viele Anknüpfungspunkte im Hinblick auf die beiden Megatrends Digitalisierung und demografischer Wandel.

 

Die Projekte des ifaa: STÄRKE und Prävention 4.0

 

In der Posterpräsentation von Anna Peck wird das Projekt STÄRKE – Stärkung der individuellen Resilienz – Umgang mit neuen Technologien in der Arbeitswelt vorgestellt.

Im von Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt wurde ein Workshopkonzept entwickelt und erprobt, welches die Beschäftigten für die Digitalisierung und Industrie 4.0 sensibilisiert sowie ihre Veränderungsbereitschaft und -fähigkeit stärkt.

 

Dr. Martina Frost präsentiert in Kooperation mit dem Institut für Transfer und Beratung (itb) ein Poster über „Führungskräfte als Gestalter einer gesunden und produktiven Arbeitswelt 4.0 - Welche Kompetenzen braucht es?“ Das Poster fasst die Ergebnisse einer Befragung unter Fach- und Führungskräften im Rahmen des BMBF-Projektes Prävention 4.0 zusammen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die genannten Kompetenzen den vier Bereichen der beruflichen Handlungsfähigkeit (Fach-, Methoden-, Sozial- sowie Selbst- und Personalkompetenz) zuordnen lassen. Besonders die Bedeutung von System- und Prozesswissen sowie Eigenverantwortung gewinnen an Bedeutung.

 

 

Wer sich darüber hinaus über die Arbeit des Instituts informieren möchte, findet das ifaa in Halle 10 Stand 10C56.

 

Weitere Informationen zum Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. erhalten Sie bei Christine Molketin unter c.molketin@ifaa-mail.de. Gerne vermitteln wir auch Interviews mit unseren Experten.

 

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