Unternehmen können präventiv aktiv gegen den demografischen Wandel wirken

Laut aktueller Studie des IW* schrumpft der Anteil erwerbstätigen Bevölkerung um fünf Prozent bis 2035. Damit kann das Wachstum von 1,7 auf 0,7 Prozent sinken. „Um dem entgegenzuwirken und wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen sich auf die neuen Rahmenbedingungen einstellen“, so Dr. Stephan Sandrock, Leiter des Fachbereichs Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (ifaa). „Dafür müssen Betriebe zunächst ihre individuelle Situation analysieren, um dann mit geeigneten Maßnahmen reagieren zu können. Unter anderem finden sie in neuen digitalen Lösungen neue ressourcenschonende Möglichkeiten.“

„Der demografische Wandel ist nicht neu. Neu sind die Möglichkeiten, dem zu begegnen. So bieten zum Beispiel digitale Assistenzsysteme oder Mensch-Roboter-Kollaborationen neue Möglichkeiten, Menschen länger im Betrieb zu halten, “ erläutert Sandrock. „Dabei ist wichtig, nicht zu digitalisieren um der Digitalisierung willen, sondern so viel wie nötig an neuen Techniken zu nutzen, “ ergänzt der Experte. Hinzu kommt eine vorausschauende alternsgerechte Arbeitsgestaltung, die auch schon junge Kollegen mit einbezieht.

Die Lösungen sind für die Unternehmen individuell, so individuell wie die demografische Struktur eines jeden Unternehmens. „Das heißt eine Analyse der Ausgangslage steht zunächst an erster Stelle.“ Dafür stehen unterschiedliche Altersstrukturanalysen zur Verfügung. Eine Übersicht über die möglichen Instrumente bietet das Faktenblatt des ifaa.

https://www.arbeitswissenschaft.net/fileadmin/user_upload/Downloads/Factsheet_Altersstrukturanalyse_4.pdf

 

*IW-Studie

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