Produktion kann in Deutschland bleiben: ifaa veröffentlicht Studie zu Produktivitätsmanagement und Digitalisierung

„32 Prozent Produktivitätsgewinn für deutsche Unternehmen sind durch die Möglichkeiten der Digitalisierung zu erwarten,“ so Dr. Marc-André Weber, wissenschaftlicher Experte des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa). Das ist eines der Ergebnisse aus der umfangreichen Studie* unter Experten der Metall- und Elektroindustrie. Weitere Entwicklungsperspektiven zeigt die kostenlose Veröffentlichung der Ergebnisse unter: www.arbeitswissenschaft.net/fileadmin/user_upload/Dokumente/Praxis-Broschueren_des_ifaa/ifaa-Studie_Produktivitaetsmanagement_2017.pdf

Die Befragungsergebnisse, welche Rahmen des Forschungsprojekts TransWork des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erhoben wurden (www.transwork.de), zeigen, wie wichtig Produktivitätsmanagement für Unternehmen der deutschen Metall- und Elektroindustrie ist und wie gut es sich eignet, deren Leistungsfähigkeit zu verbessern. Die Befragten sehen vielseitige Potenziale zur Steigerung der Produktivität.

Digitalisierung ist unverzichtbar, um die Produktionsarbeit in Deutschland zu halten

„Digitalisierung erweitert die Möglichkeiten der Gestaltung des Industrial Engineerings und die Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen. Somit ist die Digitalisierung ein unverzichtbares Kernelement um die Produktionsarbeit in Deutschland zu halten.“ wertet Weber die Aussagen der Befragten.

Die wesentlichen Aussagen der Studie auf einen Blick:

§        Das Produktivitätsmanagement ist in den meisten Fällen in Form geregelter Soll-Ist-Vergleiche etabliert, die monatlich   durchgeführt werden.

§        Das Potenzial der Digitalisierung zur Verbesserung der Produktivität wird als enorm hoch eingeschätzt. Bis 2025 werden durchschnittlich 32 Prozent Produktivitätsgewinn erwartet.

§        Strategisch sinnvoll verankert, kann durch das Produktivitätsmanagement die eigene Stellung im Wettbewerb gesichert und ausgebaut werden – etwa durch schnellere Lieferzeiten dem Kunden gegenüber.

§         Unternehmen müssen sich aktiv und offen mit Produktivitätsmanagement und Digitalisierung auseinandersetzen -  insbesondere damit, wie sie die Digitalisierung zur Produktivitätsverbesserung und -messung nutzen können.

 

*An der Studie beteiligten sich deutschlandweit 74 Experten der Metall- und Elektroindustrie von Januar bis Juni 2017 an der Erhebung und zeigten Entwicklungsperspektiven auf.

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