Mobile first: Starre Arbeitszeitmodelle helfen weder Mitarbeitern noch Unternehmen

„`Mobile first´ unter dieser Klammer hätte man das ifaa-Fachkolloquium „Arbeitszeit der Zukunft“ stellen können,“ so Prof. Dr.-Ing. Sascha Stowasser, Direktor des ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft. „Denn ohne Mobilität und Flexibilität lässt sich die Arbeitswelt der Zukunft nicht gestalten. Feste Rahmen und starre Gesetze helfen weder Mitarbeitern noch Unternehmen.“ Wie die Arbeitszeit der Zukunft aussehen könnte, darüber diskutierten Experten aus Forschung, Praxis und Verbänden. Informationen über die Veranstaltungen und die Referenten gibt es über die kostenlose App zum Fachkolloquium (Infos und Download siehe Anhang 2. Seite).

Die Referenten aus Forschung erläuterten den aktuellen Stand der Forschung und gaben einen Überblick über die Arbeitsmodelle aktuell und in der Zukunft. Sven Hille, Fachbereichsleiter Arbeitszeit & Vergütung machte deutlich: „Unter all den Modellen gibt es kein Modell, was für jedes Unternehmen gleich gilt und umgesetzt wird. Die Lösung muss vor allem betriebsindividuell und flexibel sein.“

Dies bestätigten die Vertreter aus den Unternehmen. So sprach beispielsweise Yvonne Postler, Personalleiterin bei der Continental GmbH über neue Wege im mobile working. „In unserer Planung binden wir Mitarbeiter mit ihren Bedürfnissen ein und versuchen sie bestmöglich mit den Bedürfnissen des Betriebes in Einklang zu bringen. Das setzen wir mit unterschiedlichen Angeboten um.“ 

Mobile First

„Dem Smartphone gehört die Zukunft. Das Zeitalter der Desktopcomputer ist vorüber,“ so startete Stephan Mallmann, Geschäftsführer ProTransform seinen Vortrag. Er gab einen eindrucksvollen Einblick in die Zukunft der Mobilität im Allgemeinen und im Besonderen über die mobile Arbeit mit Smartphone und Tablet.

Die Vertreter der Verbände, Sabine Glaser, Leiterin Tarifpolitik Gesamtmetall und Gabriel Berger, Geschäftsleiter Tarifpolitik Südwestmetall erläuterten die rechtlichen Hintergründe zum aktuellen Tarifabschluss und zur mobilen Arbeit.

„Wir müssen in Bewegung bleiben, die Rahmenbedingungen und Möglichkeiten ändern sich stetig und in einem immer schneller werdenden Tempo. Hierbei ist Arbeitszeit eine wichtige Stellschraube zur Erhaltung und zum Ausbau der Produktivität in Deutschland,“ fasst Stowasser zusammen.

Lesen Sie auch im Sonderdruck zum ifaa-Fachkolloquium das Interview mit Professor Christoph M. Schmidt, Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und ifaa-Direktor Professor Sascha Stowasser über: Wie gut ist Deutschland für die intelligente digitale Zukunft aufgestellt. Link zum Interview: https://www.arbeitswissenschaft.net/uploads/tx_news/Sonderdruck_Interview_Sonderdruck_ifaa_Fachkolloquium.pdf

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie bei Christine Molketin (c.molketin[AT]ifaa-mail[DOT]de / 0211 542263-26). Gerne vermitteln wir auch Interviews mit unseren Experten.

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