ifaa zur Einigung in der Tarifauseinandersetzung: Abschluss kommt Bedürfnis nach beidseitiger Flexibilität nach

„Die Sozialpartner haben sich für die Zukunft entschieden – für Flexibilität für beide Seiten. Ein bedeutender Schritt, um die Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten und den Bedürfnissen der Beschäftigten entgegen zu kommen. Aus arbeits- und betriebsorganisatorischer Sicht ein Erfolg“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Sascha Stowasser, Direktor des ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft.

Der aktuelle Abschluss sieht vor, dass Unternehmen das Arbeitszeitvolumen erheblich ausweiten können. „Damit können Unternehmen planen, zum Beispiel auch Auftragsspitzen abfangen“, kommentiert Stowasser den Abschluss. In einer aktuellen Umfrage des ifaa steht die Arbeitszeitflexibilisierung ganz oben in der Bedeutung von Unternehmen. Beschäftigte können in Grenzen für eine bestimmte Zeit, je nach privater Situation ihre Arbeitszeit senken. Die Senkung der Arbeitszeit ist nach einer Quote geregelt.

Mobile Arbeit wird gefördert

Mobile Arbeit bereichert die Arbeitswelt der Zukunft. In einer tariflichen Rahmenregelung werden für freiwillige Betriebsvereinbarungen zu mobilem Arbeiten gewisse Eckpunkte vorgegeben. Innerhalb dieser Korridore können nun die Unternehmen die notwendigen betriebsspezifischen Handlungsfelder zur Mobilarbeit – Organisation, Führung, Arbeitsstrukturierung – festlegen und umsetzen.

Gelebte Flexibilität wird bestätigt

Mehr als die Hälfte erleben laut Studie von Gesamtmetall in ihrem Alltag bereits jetzt ein faires Geben und Nehmen in Bezug auf kurzfristige Änderungen der Arbeitszeit. „Sie können ihre tägliche Arbeitszeit bei Bedarf verkürzen oder verlängern, das heißt später kommen oder früher gehen, teilweise von Zuhause arbeiten. Man könnte behaupten, dass der Tarifabschluss im Bereich Arbeitszeit die Ergebnisse der Studie langfristig positiv fördert“ erläutert der Direktor des ifaa.

Hier geht es zur Gesamtstudie: *https://www.gesamtmetall.de/sites/default/files/downloads/arbeitszeit_umfrageergebnisse_270317_0.pdf

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie bei Christine Molketin (c.molketin@ifaa-mail.de / 0211 542263-26). Gerne vermitteln wir ein Interview mit Prof. Stowasser oder unseren Experten zur Arbeitszeit.

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