ifaa veröffentlicht Factsheet: Generation Y: Selbstwahrnehmung widerspricht gängigen Klischees

Studien widerlegen die pauschalen Zuschreibungen über die Generation Y. „Diese Generation ist genauso wie jede andere Generation heterogen. „Unser aktuelles Factsheet gibt einen Überblick über die aktuellen Studien zur Generation Y. Zusammenfassend kann man sagen, Personalarbeit muss sich im Allgemeinen wandeln. Denn die Zeiten stehen insgesamt auf Wandel. Das gilt für alle im Arbeitsleben stehenden und künftigen Generationen“, so Sibylle Adenauer vom Institut für angewandte Arbeitswissenschaft ifaa. Das Faktenblatt gibt es zum Download unter: www.arbeitswissenschaft.net/fileadmin/user_upload/Dokumente/Pressemitteilungen/2018/ifaa_Factsheet_zur_Gerneration_Y_Selbstwahrnehmung_widerspricht_gaengigen_Klischees.pdf

Die Generation Y so ist vielfach in Medien zu lesen -  unterscheide sich in ihren Lebenszielen und in ihren Erwartungen an den Arbeitgeber deutlich von der Generation X und den Babyboomern. Sie sei anspruchsvoll, verwöhnt, freizeitorientiert. Sie sei „pflegeintensiv“, da sie häufige Rückmeldung über ihre Leistung einfordern würde. Sie habe hohe Jobansprüche und lege Wert auf Work-Life-Balance und Auslandsaufenthalte. Das alles erfordere eine Neuausrichtung der Personalarbeit. Kommen jedoch die „Betroffenen“ selber zu Wort, ändert sich das Bild. Das ifaa hat verschiedene Studien ausgewertet und das Ergebnis in einem Faktenblatt zusammengestellt.

Der Vergleich der Studien zeigt unter anderem folgende Ergebnisse:
- Das ist der Generation Y sehr wichtig: Familie, Freunde, soziale Kontakte. Nur ein kleiner Teil der Generation Y favorisieren Spaß, Freizeit und das Leben genießen.
- Was die Anforderungen an den Arbeitgeber betrifft, liegen Arbeitsplatzsicherheit, kollegiale Atmosphäre und Work-Life-Balance ganz vorne.
- Ebenfalls wichtig sind Führungsstil, die Förderung von Weiterbildung, eine Feedback-Kultur und die Anerkennung von Leistung.
- Weniger Wert legen die Befragten darauf, auf der ganzen Welt Arbeit finden zu können und dienstlich viel zu reisen.


Die Studien wiederlegen die pauschalen Zuschreibungen an die Generation Y. Diese Generation ist, wie jede Generation, eine sehr heterogene Gruppe, die nicht auf einen Nenner gebracht werden kann. Dem sollte die Personalarbeit auch künftig Rechnung tragen.

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