ifaa analysiert: Digitalisierung optimiert die Produktion um 32 Prozent

Erstmalige Befragung unter Fach- und Führungskräften in der Metall- und Elektroindustrie bewertet die Synergien zwischen Produktivitätsmanagement und Digitalisierung

„Strategisch gesehen, erwarten die befragten Unternehmen bis zum Jahr 2025 einen Produktivitätsgewinn durch die die Digitalisierung von durchschnittlich 32 Prozent“, fasst Dr. Marc-André Weber, wissenschaftlicher Experte des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (ifaa) die Ergebnisse einer ifaa-Studie aus dem Forschungsprojekt TransWork des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zusammen. www.arbeitswissenschaft.net/index.php

 

Die Studie

In der Studie wurden 74 Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen der deutschen Metall- und Elektroindustrie dazu befragt, wie Produktivitätsmanagement in ihren Unternehmen umgesetzt und wie dieses durch die Digitalisierung unterstützt wird. Die Befragung lief online Januar bis Juni 2017. Die vollständigen Befragungsergebnisse werden in Kürze unter www.arbeitswissenschaft.net veröffentlicht. Eine Übersicht über ausgewählte Ergebnisse gibt es hier auf der Seite zum Projekt: https://www.arbeitswissenschaft.net/index.php?id=135

Intensive Nutzung der Möglichkeiten von Digitalisierung

„Produktivitätsmanagement nimmt eine wichtige Rolle in den befragten Unternehmen ein. Bereits heute nutzen sie die Möglichkeiten der Digitalisierung intensiv bei der Prozessentwicklung, “ erläuterte Weber. Gemessen wird Produktivität von den meisten mit Hilfe von Kennzahlen. Diese werden regelmäßig einem Soll-Ist-Abgleich unterzogen. Auf dieser Grundlage werden zielgerichtete Maßnahmen abgeleitet, um die Produktivität zu erhöhen. „Mittels Produktivitätsmanagement konnten die Betriebe in den vergangenen Jahren vor allem Durchlaufzeiten verkürzen, aber auch Prozesskosten und die Zahl meldepflichtiger Unfälle reduzieren“, so der Experte.  

Zukunftsvisionen

„Neben dem von den Unternehmen erwarteten Produktivitätsgewinn gibt es beachtliches Entwicklungspotenzial bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle in Verbindung mit der Digitalisierung“, kommentierte Weber die Annahmen der Unternehmen. „Insbesondere besteht Informations- und Unterstützungsbedarf für Industrie 4.0, Prozessoptimierung und Produktivitätsstrategien. Dafür werden vor allem konkrete Good-Practice-Beispiele gewünscht, an denen sich Unternehmensvertreter orientieren können.“ Das ifaa wird dazu demnächst eine Broschüre veröffentlichen. Diese werden im Rahmen der in Arbeit befindlichen Broschüre des ifaa zum Projekt vorgestellt.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Christine Molketin (c.molketin[AT]ifaa-mail[DOT]de / 0211 / 542263-26). Gerne vermitteln wir ein Interview mit unserem Experten.

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