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Aufbau- und Ablauforganisation

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Was unterscheidet die Aufbau- von der Ablauforganisation?

Während die Aufbauorganisation die statische Organisationsstruktur eines Unternehmens beschreibt, handelt es sich bei der Ablauforganisation um dynamische Arbeitsprozesse innerhalb einer vorgegebenen Struktur. Allerdings sollten die beiden Organisationsformen nicht isoliert voneinander betrachtet werden. In der Praxis finden Aufbau- und Ablauforganisation meist gleichzeitig statt. Die Aufbauorganisation bildet die Grundlage für die Ablauforganisation und nach Erstellung der Ablauforganisation wird die Aufbauorganisation in der Regel angepasst.

Aufbauorganisation

Das Ergebnis der Aufbauorganisation ist die Unternehmenshierarchie bzw. das Organigramm. Es werden Stellen und Abteilungen gebildet, auf die Aufgaben verteilt und durch Beschäftigte mit entsprechenden Kompetenzen besetzt. Die einzelnen organisatorischen Einheiten werden zunächst in der Aufgabenanalyse (Haupt- und Nebenaufgaben werden erfasst) voneinander abgegrenzt und dann in der Aufgabensynthese (Haupt- und Nebenaufgaben werden zueinander in Beziehung gesetzt) logisch angeordnet. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Organisationsformen (Einliniensystem (divisional nach Produktionen, Regionen oder Projekten; funktional nach Funktionen), Mehrliniensystem (z. B. Matrixorganisation), Stabliniensystem (Stabstellen werden im Einliniensystem zugeordnet)). Ziel der Aufbauorganisation ist die Optimierung sämtlicher Prozesse.

Ablauforganisation

Die Ablauforganisation regelt Beziehungen und koordiniert die einzelnen Arbeitsschritte. Hier werden die Arbeitsinhalte geordnet und unter Berücksichtigung zeitlicher (z. B. Arbeitsdauer) und räumlicher Faktoren (z. B. Transportwege) sowie Sachmitteln und Personen verknüpft sowie den Stellen und Abteilungen zugeordnet. Der Hauptfokus der Ablauforganisation liegt in der Strukturierung der einzelnen Arbeitsschritte. Das Ergebnis ist eine Vielzahl von dynamischen Arbeitsprozessen. Ziele der Ablauforganisation sind die Steigerung der Wirtschaftlichkeit durch beispielsweise optimale Kapazitätsauslastung, Reduzierung der Durchlauf-, Warte-, Verteil- und Leerzeiten, Erhöhung der Termintreue, sowie Qualitätsverbesserung.

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