Checkliste Eigenverantwortung für Leistung und Gesundheit bei der Arbeit

Eigenverantwortung - wichtig für Gesundheit und Leistungsfähigkeit

Nichts ist so beständig wie der Wandel: Unsere (Arbeits-)welt verändert sich unter anderem durch die fortschreitende Digitalisierung – und wird es weiterhin tun. Während Unternehmen, Führungskräfte und Beschäftigte auf der einen Seite von den Vorteilen der Digitalisierung profitieren können, zum Beispiel durch eine größere Flexibilität, eine erhöhte Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben oder Prozessoptimierungen, erfordern flexiblere Arbeitsformen auf der anderen Seite auch eine stärkere Eigenverantwortung, zum Beispiel für die persönliche Gesundheit.

Mit Eigenverantwortung wird ein Konzept verstanden, „wie sich Beschäftigte in kritischen Situationen selbst dazu verpflichten, übergeordnete Ziele einer Organisation zu verfolgen“ (Koch 2003, S. 17). Ebenso wird Eigenverantwortung mit Selbstregulation und Willenskraft in Zusammenhang gebracht (vgl. Bierhoff 2003). Voraussetzung für eigenverantwortliches Handeln ist Selbstmanagement – also das Bemühen einer Person, das eigene Verhalten zielgerichtet zu beeinflussen (König & Kleinmann 2014).

Die Bedeutung von Eigenverantwortung zeigt sich auch vor dem Hintergrund, dass der klassische 9-to-5-Job im Büro Konkurrenz durch orts- und zeitflexible Arbeitsformen bekommen hat. Hier müssen die Beschäftigten verstärkt eigenverantwortlich agieren, indem sie zum Beispiel ergonomischen Empfehlungen zur Arbeitsplatzgestaltung nachkommen oder Verbesserungsvorschläge zum Arbeits- und Gesundheitsschutz, zur Organisation oder Kommunikation direkt an die Führungskraft bzw. die Verantwortlichen adressieren.

 

  • Beschäftige mit ausgeprägter Eigenverantwortung können diese auch nutzen, um über den „Tellerrand ihrer eigenen Aufgaben“ zu schauen und – bei entsprechenden Rahmenbedingungen und Freiräumen – kreative Ideen für das Unternehmen zu entwickeln. Erhöhte Eigenverantwortung kann dazu beitragen, gesetzte Ziele konsequent zu verfolgen und sich im Rahmen ihrer Tätigkeit auf das Wesentliche zu fokussieren.

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Wie kann eigenverantwortliches Verhalten im Betrieb erkannt und gefördert werden?

Mit Hilfe der Checkliste Eigenverantwortung für Leistung und Gesundheit bei der Arbeit können Führungskräfte den aktuellen Stand eigenverantwortlichen Handelns ihrer Beschäftigten einschätzen, Rahmenbedingungen im Betrieb identifizieren, die eigenverantwortliches Handeln ermöglichen und/oder fördern können sowie Handlungsbedarfe ableiten und einen betriebsspezifischen Maßnahmenplan zur Förderung eigenverantwortlichen Handelns erstellen.

 

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Catharina Stahn Wissenschaftliche Mitarbeiterin Fachbereich Arbeits- und Leistungsfähigkeit ifaa

Dr. phil.
Catharina Stahn

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Telefon: +49 211 542263-31
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Nicole Ottersböck Wissenschaftliche Mitarbeiterin Fachbereich Arbeits- und Leistungsfähigkeit ifaa

Dipl.-Soz. Wiss.
Nicole Ottersböck

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Literatur

Bierhoff HW (2003) Eigenverantwortung als Merkmal der Persönlichkeit. In: In: Koch S, Kaschube J, Fisch R (Hrsg) Eigenverantwortung für Organisationen. Göttingen: Hogrefe, 47-60.

Koch S (2003) Das Konzept der Eigenverantwortung. In: Koch S, Kaschube J, Fisch R (Hrsg) Eigenverantwortung für Organisationen. Göttingen: Hogrefe, 17-30.

König CJ, Kleinmann M (2014) Selbstmanagement. In: Schuler H, Kanning UP (Hrsg) Lehrbuch der Personalpsychologie. Göttingen: Hogrefe, 647-674