Pressemitteilung
Düsseldorf, 23. März 2010
ifaa kritisiert DGB-Index "Gute Arbeit"
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Arbeitswissenschaft ist ein kritischer Diskussionsbeitrag des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa), Düsseldorf, zum "DGB Index Gute Arbeit" erschienen. Die Autoren S. Sandrock, Experte im Fachgebiet Arbeitspsychologie, und Professor S. Stowasser, Direktor des ifaa, setzen sich in dem Artikel kritisch mit dem "DGB-Index Gute Arbeit" auseinander und berichten über eine am ifaa durchgeführte Analyse zum DGB-Index. Dabei stellen die Autoren den Index konzeptuell und methodisch in Frage. Zum einen so die Autoren, lassen sich mit dem Index, der aus 31 Fragen zusammengesetzt ist, keine konkreten arbeitsgestalterischen Maßnahmen ableiten, da sämtliche Informationen über die Mittelwertbildung verloren gingen. Zum anderen stellen Sandrock und Stowasser deutlich den Unschärfenbereich der von den Gewerkschaften gemachten Aussagen zur Qualität der Arbeit heraus, da weiterhin unklar sei, was und wie denn überhaupt mit dem Verfahren gemessen würde.
Im Ergebnis zeigt sich, dass der Einsatz des Instruments für globale Aussagen über Arbeitsbedingungen und vor allem auch für betriebliche Messungen weiterhin sehr kritisch hinterfragt werden muss. Die Autoren fordern von den Verantwortlichen des "DGB-Index Gute Arbeit" mehr Transparenz, und weiterhin, auf die entstandenen Fragestellungen u. a. zu den Messeigenschaften Antworten zu geben.
(Quelle: ifaa - Beitrag in Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, 1/2010, S. 31-35)
Ansprechpartner am ifaa:
Dipl.-Psych. Stephan Sandrock
Telefon: 0211 54 22 63-33
E-Mail: s.sandrock@ifaa-mail.de

