Buchbesprechung
Franz J. Brunner:
Japanische Erfolgskonzepte
Praxisreihe Qualitätswissen. München, Wien: Carl Hanser Verlag 2008
Inhalt des Buches/Zusammenfassung
Seit vielen Jahren wird in westlichen Unternehmen, in der Wissenschaft und zwischen den Sozialpartnern diskutiert, ob und wie japanische Unternehmensstrategien und Managementmethoden in westlichen Unternehmen umgesetzt werden können. Verschiedenste Konzepte und Methoden werden seither in den USA und Europa auch mit Unterstützung von Beratern und Wissenschaftlern nachgeahmt und adaptiert.Das Buch gibt einen Überblick der unterschiedlichen japanischen Managementmethoden und -konzepte und versucht damit die wesentlichen Erfolgstreiber herauszuarbeiten. Die behandelten Kernthemen des Buches sind:
- KAIZEN
- KVP
- LPM - Lean Production Management
- TPM - Total Productive Maintenance
- SM - Shopfloor Management
- TPS - Toyota Production System
Zielgruppe des Buches
Das Buch ist als Nachschlagewerk sowohl für betriebliche Praktiker als auch für Wissenschaftler bzw. wissenschaftliche Arbeiten hilfreich. Es eignet sich für thematische „Einsteiger“, die sich in die japanischen Managementmethoden und -konzepte einarbeiten wollen.
Stärken des Buches
Das Buch liefert eine kompakte Zusammenstellung der bekanntesten japanischen Managementmethoden und -konzepte. Es kann als gutes Nachschlagewerk dienen und dazu beitragen, die Diskussion in manchen Unternehmen zu versachlichen. Die Darstellung der praktischen Anwendung, die z. T. in Beispielen erfolgt, kann hierbei sehr hilfreich sein.
Schwächen des Buches
Die wesentliche Schwäche des Buchs besteht darin, dass die ganzheitliche Vermittlung der japanischen Philosophie als Gesamtkonzept nicht gelingt und wahrscheinlich auch gar nicht gelingen kann, da die Komplexität des Zusammenwirkens der einzelnen Managementmethoden und -konzepte nicht dargestellt wird bzw. dargestellt werden kann.
So muss der grundsätzliche Versuch, z.B. das Toyota Produktionssystem auf 145 Seiten darstellen zu wollen, scheitern. Dies ist sicherlich nicht das Ziel des Autors, es zeigt aber auf, wie wichtig und komplex die Zusammenhänge der einzelnen Methoden sind.
Dem Anspruch des Buchs „Daraus sollen Unternehmen ihre eigenen, zielführenden Ideen und Projekte entwickeln und damit ihre Marktposition verbessern“, wie er auf dem Buchrücken formuliert ist, wird die inhaltliche Aufbereitung des Themas dadurch nicht umfassend gerecht.
Prof. Dr. Ralf Neuhaus, April 2009

